Wahlen in Baden: Bürgerliche müssen sich entscheiden

Nach dem 1. Wahlgang in der Stadt Baden ist klar: Die bürgerlichen Parteien müssen sich auf einen Kandidaten einigen. Sonst wird Geri Müller mit Unterstützung des gesamten links-grünen Lagers am 3. März der neue Stadtammann. Allerdings: FDP und CVP dürften sich schwer tun.

Wahlplakate von Geri Müller, Markus Schneider und Roger Huber vor einem Musikgeschäft in Baden.

Bildlegende: Einer von ihnen muss wohl verzichten im 2. Wahlgang: Die drei Top-Kandidaten für die Badener Stadtammann-Wahl. SRF

Das Resultat war absehbar: Geri Müller kommt mit Unterstützung eines geeinten links-grünen Lagers auf den Spitzenplatz. Die Stimmen der bürgerlichen Parteien müssen sich Roger Huber (FDP) und Markus Schneider (CVP) teilen. Sie landen deshalb auf Platz 2 und 3 im ersten Wahlgang.

Der zweite Wahlgang findet am 3. März statt. Bis dann müssen die bürgerlichen Kräfte in Baden Entscheidungen treffen, wenn sie das Amt des Stadtammanns nicht dem grünen Nationalrat überlassen wollen.

Die grosse Überraschung ist Markus Schneider

Eigentlich hat Roger Huber «Anspruch» auf den Sitz. Er ist bereits seit neun Jahren im Stadtrat. Und er machte im 1. Wahlgang das zweitbeste Resultat. Trotzdem: Huber will zumindest offiziell diesen Anspruch (noch) nicht geltend machen. Vielleicht ist auch er überrascht vom unerwartet guten Resultat des CVP-Kandidaten Markus Schneider. Mit 1409 Stimmen liegt dieser nur gerade 86 Stimmen hinter Huber.

Auch Schneider selber ist überrascht von diesem Ergebnis. Und er hat Selbstvertrauen getankt. Er könnte sich vorstellen, in einem zweiten Wahlgang intakte Chancen zu haben, gibt er gegenüber Radio SRF zu Protokoll. Diese Analyse ist sicher nicht falsch, das Resultat von Markus Schneider ist wohl die grösste Überraschung an diesem Wahltag in Baden.

Schwierige Entscheidung für bürgerliche Parteien

Immerhin konnte Kontrahent Roger Huber auf die Unterstützung von FDP und SVP zählen, während Schneider nur durch seine eigene Partei offiziell unterstützt worden war. Die Entscheidung im bürgerlichen Lager dürfte durch diesen geringen Abstand im Resultat nun doppelt schwierig werden. In den nächsten Tagen sollen die Entscheide fallen: Rauchende Köpfe bei CVP und FDP sind programmiert.