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Aargau Solothurn Wende im «Fall Moosleerau»

Eine Schweizer Familie muss eine Wohnung verlassen, um Asylbewerbern Platz zu machen: Diese Geschichte aus der Ruedertaler Gemeinde Moosleerau hat diese Woche national für Schlagzeilen und Proteste gesorgt. Nun krebst der Gemeinderat zurück.

Medienmitteilung Gemeinderat
Legende: Der Gemeinderat krebst zurück: Er verzichtet auf die Kündigung des Mietverhältnisses. SRF

Die Ankündigung habe grosses Echo ausgelöst, hält der Gemeinderat in einer Mitteilung vom Donnerstag fest. Allerdings seien kaum «Vorschläge zur Problemlösung» eingegangen, sondern vor allem «fremdenfeindliche Äusserungen, welche nachdenklich stimmen und Angst machen».

Privater Hausbesitzer springt in die Bresche

Trotzdem zeichnet sich nun eine andere Lösung ab: Ein Hausbesitzer habe sich gemeldet und eine 4-Zimmer-Wohnung in Aussicht gestellt. Er werde diese «primär für eine Flüchtlingsfamilie» zur Verfügung stellen. Damit sei nun gelungen, was vorher «trotz zahlreicher Bemühungen» nicht geklappt habe, schreibt der Gemeinderat.

Er hat deshalb der betroffenen Schweizer Familie mitgeteilt, dass diese in der Abwartswohnung im Schulhaus bleiben dürfe. Diese Wohnung ist die einzige, welche der Gemeinde selber gehört. Deshalb wollte Moosleerau auch dort die Asylsuchenden einquartieren.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    So so, «fremdenfeindliche Äusserungen, welche nachdenklich stimmen und Angst machen» nehmen zu. Und indem man eine Schweizer Familie aus ihrer Wohnung vertreibt, um stattdessen irgendwelche Asylanten einzuquartieren, sollen diese abnehmen und Verständis für ungebetene Gäste gefördert werden oder was? - Diese Behörden- und Polit-Menschen sind offensichtlich nicht intelligent genug, um selbst die einfachsten kausalen Zusammenhänge zu verstehen.
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  • Kommentar von Hans König, Häusernmoos
    Die privaten Wohnungsbesitzer, welche eine Wohnung vermietet haben und diese einem nahen Verwandten vermieteten möchten, haben kein Recht dem alten Mieter zu kündigen, wenn keine grobe Mieterverstösse vorliegen. Warum sollte eine Gemeinde dem Mieter kündigen können, wenn sie die Wohnung für eine Asylfamilie benötigen? Es ist verständlich, wenn die Gemeindebehörde grobe Kritik entgegennehmen musste. Wahrscheinlich hätte die Gemeinde eine grössere Miete erhalten!
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  • Kommentar von m.fischbacher, bern
    Die Vorsicht allem "Fremden" gegenüber, wird doch auch ein bisschen von unserer Regierung geschürt, um nicht zu sagen gefördert! "Die zahlreichen Bemühungen" liefen doch auch erst an, als die Gemeinde auf ein dermassen negatives Feedback Stoss! Ich finde es Schön, aber auch Bezeichnend dass ein Privater Hausbesitzer die Lösung für das Problem der Gemeinde gefunden hat!
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