Wettiger Polizisten sorgen für Schlagzeilen

Zwei vorbestrafte Männer arbeiten bei der Regionalpolizei Wettingen-Limmattal. Die Wettiger Behörden werden deshalb kritisiert.

Wettinger Polizisten sperren einen Tatort ab.

Bildlegende: Wettinger Polizisten sorgen nicht nur mit Grosseinsätzen, wie hier nach einem Mord am 3. Oktober 2012, für Schlagzeilen. Keystone

Die Boulevardzeitung «Blick» hat die beiden Fälle publik gemacht. Der eine Polizist hat sich mit einem Buschauffeur geprügelt. Zudem musste er seinen Führerausweis abgeben, da er mit seinem Auto zu schnell unterwegs war. Der andere Polizist hat seine Freundin verprügelt.

Beide erhielten dafür einen Eintrag ins Strafregister. Als sie sich bei der Gemeinde Wettingen bewarben, waren die Taten jedoch nicht auf dem Registerauszug aufgeführt. Die Taten waren bereits zu lange her. Die Strafregisterauszüge deshalb leer.

Gemeinden sollen sich besser informieren können

Nach den Medienberichten diskutieren nun die Behördenvertreter und Politiker über die Fälle. Gegenüber der«Aargauer Zeitung» verteidigte der Gemeindeschreiber von Wettingen, Urs Blickenstorfer, die Anstellungen. Man habe die strenge Praxis bei der Einstellung der Männer eingehalten.

Die Gemeinderätin von Wettingen und SP-Nationalrätin, Yvonne Feri, will nun prüfen, wie eine Gemeinde an die nötigen Informationen kommt, wie die AZ berichtet. Für Feri ist jedoch auch klar, dass es ein Berufsverbot nicht für jeden geben soll, der einen Strafregistereintrag hat. Ein Jugendlicher, der ein «Töffli» frisiert, soll trotzdem später Polizist werden können.