Wettinger Parlament bewilligt Neuplanung des «Tägi»

Zu gross und zu teuer, das waren die Hauptgründe, warum das Wettinger Stimmvolk im September 2012 das Projekt einer Sanierung und Erweiterung des Sportzentrums Tägerhard ablehnte. Nun will der Einwohnerrat das Projekt abspecken. Er bewilligt dafür 600`000 Franken für die Planung.

Das alte Tägerhard Wettingen

Bildlegende: Wettingen will einen neuen Anlauf mit dem «Tägi» nehmen zvg

Die Wettinger Bevölkerung ist nicht prinzipiell gegen eine Sanierung des Sportzentrums Tägerhard. Das ergab eine Befragung der Wettingerinnen und Wettinger nach der Abstimmung. Im Gegenteil: Sie will im Tägi schwimmen und Eislaufen können.

Das Projekt, das im September letzten Jahres mit 58 Prozent Neinstimmen abgelehnt worden war, war aber einer Mehrheit der Befragten zu gross und zu teuer. Auch hätten die Befragten lieber über einzelne Teilprojekte abgestimmt als über ein Gesamtprojekt.

Nur Projektierungskredit

Darum ging es im Einwohnerrat am Donnerstagabend aber gar nicht. Der Einwohnerrat hatte einzig über einen Projektierungskredit von 594‘000 Franken zu befinden für die Überarbeitung des bisherigen Projekts.

Allerdings wünschten sich mehrere Redner von rechts bis links, dass zuerst noch einmal grundsätzlich definiert wird, was überhaupt ins Bauprogramm aufgenommen werden soll. Zuerst müsse beispielsweise die Frage geklärt werden, ob Wettingen überhaupt eine Anlage mit Kunsteis benötigt.

Wettinger Bevölkerung will Eissport

Gemeindeammann Markus Dieth wollte von diesem Vorgehen nichts wisse. Die Befragung der Wettinger Bevölkerung habe klar gezeigt, dass diese im Tägi Eissport wolle. Dies nun in Frage zu stellen, sei deshalb nicht seriös, sagte Dieth.

Allerdings ist nach dieser Einwohnerratsdebatte nicht klar, ob das künftige Projekt nun wirklich eine Eisanlage enthalten wird. Die CVP, die einen Grundsatzentscheid pro Kunsteis erzwingen wollte, scheiterte mit ihrem Antrag.

Die Projektkommission, in der alle Fraktionen des Einwohnerrates und vertreten sind, kann nun alle Varianten prüfen, auch solche ohne Eisfläche. Diese Varianten sollen nun bis nächsten Herbst vorliegen. Bereits in einem Jahr sollte das Parlament dann über ein neues Projekt befinden können.