Rotstift angesetzt Wettinger Schulpflege bekommt weniger Geld

Statt jährlich 95'000 Franken gibt es neu nur noch 52'000 Franken für die Schulpflege in Wettingen. Dies, weil die Anzahl der Mitglieder von sieben auf fünf herabgestuft wurde und diese nun auch noch weniger verdienen. Damit setzte sich der Einwohnerrat über die Köpfe des Gemeinderats hinweg.

Wandtafel mit Berechnungen.

Bildlegende: Die Schulpfleger in Wettingen müssen neu mit weniger Lohn auskommen. Keystone

Dass es zu viele Mitglieder in der Schulpflege gibt, darüber ist man sich in Wettingen einig. Deshalb sind es künftig nur noch fünf statt wie bisher sieben Schulpflegemitglieder. Uneinigkeit herrscht jedoch bei der Gehaltsfrage.

Der Einwohnerrat entschied sich am Donnerstagabend für den Antrag von FDP, SVP, SP und weiteren kleineren Parteien, den Lohn der gesamten Schulpflege von jährlich 95'000 auf 52'000 Franken zu kürzen. Und das zusätzliche Sitzungsgeld wurde ebenfalls verringert – von etwa 25'000 auf 20'000 Franken.

Schulpfleger in Baden und Aarau verdienen doppelt so viel

Gemeinderat und Schulpflege waren in Wettingen anderer Meinung. 52'000 Franken für insgesamt etwa 80 bis 85 Stellenprozent seien nicht ausreichend, sagte Schulpflegepräsident Thomas Sigrist. «Es ist schwierig, gutes Personal für diesen Lohn anzustellen», befürchtet er.

Anders sieht dies Christian Pauli, Fraktionspräsident der Wettinger FDP: «Man hat Freude an dieser Arbeit, sonst würde man sie nicht machen.» Noch mehr Freude dürften derweil die Schulpfleger in Baden und Aarau haben. Sie verdienen etwa doppelt so viel wie ihre Kollegen in Wettingen.