Windisch will künftig nur noch «grünen Strom»

Die Stromkunden von Windisch erhalten künftig automatisch nur noch Strom aus Wasserkraft. Atomstrom muss künftig extra bestellt werden. Das Stimmvolk hat dem Ansinnen der Gemeinde in einer Referendumsabstimmung zugestimmt.

Ein Wasserkraftwerk an der Aare.

Bildlegende: Windisch setzt auf Schweizer Wasserstrom: Atomstrom muss man künftig separat bestellen. Keystone

Die Gemeinde Windisch trägt das Label «Energiestadt» und will deshalb eine nachhaltige Energiepolitik vorleben. Deshalb soll das Elektrizitätswerk künftig als Basisangebot Wasserstrom aus der Schweiz anbieten. Wer weiterhin Atomstrom will, muss diesen extra bestellen.

Der Gemeinderat und der Einwohnerrat stimmten diesem Ansinnen gegen den Willen von SVP und FDP zu. Die Gegner wollten der Kundschaft weiterhin die freie Wahl lassen. Sie haben das Referendum gegen den Entscheid ergriffen.

Das Stimmvolk stützt nun aber den Entscheid von Gemeinde- und Einwohnerrat. Mit 970 gegen 827 Stimmen wird die Einführung der neuen Stromprodukte ab 1. Januar 2014 genehmigt. Die Stimmbeteilligung lag bei gut 47 Prozent.

SP-Einwohnerrat Christoph Häfeli freut sich nach dem Ergebnis: «Offenbar haben sich viele Leute das bewusst überlegt und sind zum Schluss gekommen, dass sie gerne etwas mehr bezahlen für ökologischen Strom», erklärt Häfeli gegenüber Radio SRF. Den Vorsprung von gut 150 Stimmen deutet er als «komfortabel».