«Wir rechnen in diesem Jahr mit 43'000 Notfall-Patienten»

Seit 15 Jahren hat das Kantonsspital Aarau eine Notfall-Station. Jahr für Jahr hat sich die Zahl der Patienten erhöht. 2014 ist die Zahl auf rund 42'000 Patienten geklettert. Und auch im laufenden Jahr rechnet das KSA mit einem erneuten Anstieg. Das Kantonsspital rechnet mit 43'000 Patienten.

Eine Krankenschwester zieht einen Schutzanzug an

Bildlegende: Eine Notfall-Pflegefachfrau zieht sich einen Schutzanzug über: Ein Muss bei Verdacht auf eine Infektionskrankheit. SRF

«Wir schätzen, dass wir 2015 einen neuen Rekord von 43'000 Notfall-Patienten erzielen», sagt Ulrich Bürgi, Chefarzt des Notfalls, gegenüber von Radio SRF. Die Zahl der Patienten ist seit der Eröffnung jährlich angestiegen. Ulrich Bürgi führt den stetigen Anstieg auf verschiedene Gründe zurück.

«Immer weniger Patienten haben einen Hausarzt»

Der Anstieg komme vor allem davon, dass immer weniger Menschen einen Hausarzt haben und dadurch bei Beschwerden direkt auf die Notfall-Station kommen. Aber auch demografische Veränderungen spielen eine Rolle: Es leben immer mehr Menschen in der Region.

Aber auch die erhöhte Mobilität von Patienten sei dafür verantwortlich. «Diese Entwicklung zeigt sich in unserem Arbeitsalltag», sagt Andrea Dietschi, eine langjährige Pflegefachfrau auf der Station.

Zahl der Patienten in Lebensgefahr stagniert

Es sei stressiger geworden in den letzten Jahren, erklärt Andrea Dietschi. Aber nicht wegen der Patienten, die in Lebensgefahr schweben, wenn sie in das Kantonsspital Aarau eingeliefert werden, sondern wegen der Patienten, die früher zum Hausarzt gegangen seien.

29 Betten hat das KSA. Oft sind die meisten davon besetzt, vor allem am Abend.

Regionaljournal im KSA

Das Regionaljournal blickt hinter die Kulissen des grössten Spitals der Region:

  • 07.04. - Perinatalzentrum
  • 08.04. - Kinderklinik
  • 09.04. - Hotellerie
  • 10.04. - Herzkatheterlabor
  • 13.04. - Im KSA-Untergrund
  • 14.04. - Notfallstation
  • 15.04. - Leben und Sterben
  • 16.04. - Politisches Umfeld