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Aargau Solothurn Wird Oftringen zum Pionier mit einem Erdwärme-Heizkraftwerk?

Die Aargauer Gemeinde Oftringen wird allenfalls bis 2020 der Standort des ersten Erdwärme-Heizkraftwerkes. Bis dann will der Kanton ein solches Kraftwerk stehen haben. Das Elektrizitätswerk Oftringen macht vorwärts und will nun ganz genau wissen, wie rentabel die Energie in der Erde sein kann.

Bohrturm
Legende: Wird eine Erdwärmebohrung in Oftringen bald konkret? Ein Bohrturm wie hier in St. Gallen könnte auch im Aargau stehen. Keystone

Die Vision eines Geothermie-Kraftwerks in Oftringen bleibt ungebrochen. Zwar zeigte eine im November veröffentlichte Studie, dass ein Heizkraftwerk mehr Sinn macht als ein Stromkraftwerk. Immerhin ist die Temperatur rund 1200 Meter tief bis zu 71 Grad Celsius, so die Studie weiter. Und genau diesen Weg wolle man nun weiterverfolgen, sagte Peter Woodtli, Verwaltungsrat des EW Oftringen.

Vorprojekt soll Klarheit schaffen

Nun gibt das Elektrizitätswerk Oftringen ein Vorprojekt in Auftrag. Dieses soll bis zum Sommer Genaueres über die Geologie den möglichen Wärmeabsatz, den genauen Standort in oder um Oftringen und auch die Rentabiltät der Erdwärme festlegen. Für das Projekt investiert das Elektrizitätswerk einen «tiefen sechstelligen Betrag», sagte Peter Woodtli, Verwaltungsrat des EW Oftringen auf Anfrage.

Für Pioniertat braucht es Investoren

«Wir hoffen bis im Sommer 2013 mehr Resultate zu haben. So können wir einen Businessplan vorlegen um potenzielle Investoren zu finden», so Woodtli weiter. Ansprechen will man Firmen welche innovativ sind im Bereich erneuerbare Energien, so Woodtli weiter.

Das Ziel wäre bis 2020 gemäss den Leitlinien des Kantons Aargau ein Heizkraftwerk mit Erdwärme in Oftringen zu bauen. «Oftringen wäre dann ein Pionier im Aargau», so Peter Woodtli.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Jehle, 4573
    Wasserkraft kann 100 Prozent Strom liefern! Auch wenn wir in der Schweiz Unmengen an Wind- und Solaranlagen aufbauen, was ich begrüsse, so liefern diese im Jahresdurchschnitt nur 10-20 Prozent und zeitweise KEINEN Strom. Dann kann der fehlende Strom NUR von anderen Kraftwerken geliefert werden, daher können die anderen Kraftwerke nicht abgebaut werden, sie warten einfach auf den nächsten Einsatz! So einfach ist die Wirklichkeit! Zur Abhilfe werden jetzt neue Energien gesucht, zB. GEOTHERMIE.
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    1. Antwort von J. Nehru, Solothurn
      Nicht neue, sondern erneuerbare. Vorzugsweise auf Kreisläufen bassierend. Wasserkrafft wäre eine solche, Geotermie nicht immer.
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