180 Jahre Hülftenschanz: Eine Gedenkfeier für Fusionsgegner

Rund 200 Personen haben am Samstag an der Gedenkfeier 180 Jahre nach der Schlacht bei der Hülftenschanz teilgenommen. Die zahlreichen Redner liessen dabei kaum eine Gelegenheit aus, sich gegen die Initiative zu äussern, die die Fusion der beiden Basel verlangt.

Lauber und Weber mit Schaufel in der Hand, schütten Erde in Baum-Loch

Bildlegende: Die Regierungsräte Anton Lauber und Thomas Weber beim Pflanzen einer «Freiheitslinde» SRF

Der Slogan zur Gedenkfeier zur Schlacht bei der Hülftenschanz beinhaltet bereits die Stossrichtung der Feier, die am Samstag in Frenkendorf stattfand: «180 Joor Baselland».

Zugegen an der Feier waren mit Thomas Weber und Anton Lauber auch zwei Baselbieter Regierungsräte. Ihre Präsenz war im Vorfeld der Feier kritisiert worden.

Dies weil sich an der Veranstaltung vor allem Gegner einer derzeit diskutierten möglichen Fusion der beiden Basel trafen. Die Baselbieter Regierung fasste zur hängigen Fusionsinitiative bisher noch keine Parole.

Lauber als «Fusionsskeptiker» alleine

Während sich Weber bereits in seinem Wahlkampf gegen die Fusion der beiden Basel stellte, legte sich Lauber gestern erneut nicht fest. Er sei ein «Fusionsskeptiker», betonte er am Samstag erneut. Mit seiner Offenheit war er allerdings klar in der Minderheit.

Kaum ein Redner an der Gedenkfeier liess es aus, sich gegen die Fusionsinitiative zu äussern. Kurz vor der Feier legte das Organisationskomitee einen Kranz am Hülftenschanz-Denkmal nieder. «Ich wollte Ihnen anlässlich der heissen Temperaturen von 32 Grad den Spaziergang zum Denkmal ersparen», begründete OK-Präsident und SVP-Landrat Andi Trüssel die vorgezogene Kranzniederlegung.

«Aber selbstverständlich dürfen Sie das Denkmal gerne besuchen.» Kurz nach der Eröffnung der Gedenkfeier zur Hülftenschanz-Schlacht pflanzen die beiden Regierungsräte Anton Lauber und Thomas Weber eine «Freiheitslinde».