Arbeitsmarkt statt IV-Rente, die Basler Stadtgärtnerei hilft

Immer wieder scheiden Menschen wegen psychischen oder körperlichen Beeinträchtigungen aus dem Berufsleben aus. Ein Wiedereinstieg fällt ihnen oft schwer. Die Stadtgärtnerei Basel bietet in Absprache mit der IV-Stelle Basel-Stadt Hilfe für Betroffene.

Portrait Dieter Simonet

Bildlegende: Dieter Simonet, Verantwortlicher Arbeitsintegration der Stadtgärtnerei Basel SRF

Wischen, Giessen, Jäten - in einer Gärtnerei gibt es viele Arbeiten, die keine besondere Qualifikation voraussetzen. Es sind alles Arbeiten, die Freude bereiten können und gut planbar sind. Daher seien sie besonders geeignet, um Menschen beim Wiedereinstieg ins Berufsleben zu helfen, sagt Dieter Simonet von der Stadtgärtnerei Basel.

Integration in die Arbeitswelt wichtigstes Ziel

«Wir verlangen von den Betreuten, dass sie mindestens viermal in der Woche kommen können und jeweils zwei Stunden am Stück arbeiten.» Dies sei die Minimalanforderung, um von der Stadtgärtnerei aufgenommen zu werden. In kleinen Schritten soll dann die höhere Arbeitsbelastung trainiert werden. «Ziel ist es, dass diese Menschen für den Arbeitsmarkt wieder fit werden.»

Seit zehn Jahren nun bietet die Stadtgärtnerei Stellen für eine berufliche Reintegration an. In den zehn Jahren betreute sie rund 70 Personen. Sie verfolgt keine kommerziellen Interessen damit. Die Entschädigungen der IV decken nur einen Teil des Betreuungs- und Materialaufwandes. Die anfallenden Kosten für Betreuung, Berufskleidung und Werkzeuge übernimmt die Stadtgärtnerei selbst.

Bei der IV-Stelle Basel-Stadt ist man froh über dieses Angebot. «Die Stadtgärtnerei übernimmt eine wichtige soziale Aufgabe», meint Simone Rychen von der IV-Stelle Basel-Stadt. Es wäre wünschbar, dass die IV Stelle weiteren Arbeitgebern Personen vermitteln könnte.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)