Basel setzt auf Bioklappe statt Grünabfuhr

Das Bundesamt für Umwelt möchte erreichen, dass Herr und Frau Schweizer den Abfall besser trennen und weniger Rüstabfälle und Speisereste im Kehricht entsorgen. Diese sollen besser in Biogas-Anlagen in Energie umgewandelt werden. Dieses Konzept stösst in der Stadt Basel überraschend auf Skepsis.

Kompostplatz an der Basler Elsässerstrasse.

Bildlegende: Kompostplatz und Bioklappe halten Basler Behörden für sinnvolle Kombination. Juri Weiss

Skeptisch ist Jürg Hofer, Leiter des Amts für Umwelt und Energie, weil die Basler Kehrichtverbrennung effizienter funktioniert als andere. Die Forderung des Bundesamts für Umwelt, möglichst den gesamten organischen Abfall via Grünabfuhr in Biogas-Anlagen, z.B. jene in Pratteln, zu transportieren und dort in Biogas und Kompost zu verwandeln, mache für Basel darum nicht so viel Sinn.

Das Basler Amt für Umwelt und Energie AUE setzt eher auf die Bioklappe. Der Versuch mit den Containern, wo man organische, aber für den Kompost ungeeignete Grünabfälle entsorgen könne, habe grosses Interesse ausgelöst, erklärt Jürg Hofer im «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. Darum sollen noch mehr Bioklappen aufgestellt werden - sobald der Hersteller die technischen Probleme beim Einwurf gelöst habe.

Das zweite Standbein für den Grünabfall sei aber ebenso wichtig: Kompostierbare Abfälle sollen möglichst dezentral in Gärten und Quartierkompost-Anlagen kompostiert werden. Damit könne man Transportfahrten vermeiden.