Basel soll rutschen

Eine Initiative fordert, dass von der Johanniterbrücke auf kleinbasler Seite eine Wasserrutsche in den Rhein gebaut werden soll. Hinter der Initiative steht die Partei «Freistaat unteres Kleinbasel». Vom 24. April bis Ende Oktober 2014 sollen Unterschriften für die Initiative gesammelt werden.

Die Initianten schätzen, dass der Bau der Rutsche alles in allem circa 570'000 CHF kosten würde. Die Deckung dieser Kosten solle von einem Trägerverein getragen werden, analog zum Modell des Fähren-Vereins. Auch das Sportamt Basel-Stadt solle einen Beitrag leisten. Christian Mueller von «Freistaat unteres Kleinbasel» betont, dass eine solche Rutsche die Lebensqualität in Basel erhöhen würde. Ihm sei die Idee für ein solches Projekt gekommen, als er am Rhein gesessen sei.

Das Benutzen der Rutsche solle auf eingenes Risiko hin erfolgen und nachts solle der Zugang gesperrt werden. Sollte eine Aufsichtsperson nötig sein, so solle diese über das Sportamt oder mit einem Preis pro Rutsch finanziert werden.

«Eine kreative Idee, aber...»

Dass er die nötigen Unterschriften zusammen bekommt, daran zweifelt Christian Mueller nicht. Den grössten WIderstand erwartet er aber aus denkmalschützerischen Kreisen. Aber auch beim Kanton stösst die Idee nicht gerade auf helle Begeisterung. Marc Keller vom Baudepartement: «Es ist zwar eine kreative Idee, aber es gibt viele offene Fragen.» Zum Beispiel müsse man sich überlegen, ob man an dieser Stelle des Rheins wirklich eine «Badi-Stimmung» erzeugen wolle und damit die Wohnqualität beeinträchtige.

Gesetzliche Grundlage unklar

Ob das Projekt gesetzlich überhaupt machbar wäre, weiss Marc Keller nicht. «Ich kann mir aber vorstellen, dass es wegen der Rheinschifffahrt sicherheitstechnische Probleme gibt.»