Basel-Stadt braucht mehr ausgebildete Kinderbetreuer

Der Kanton baut derzeit seine Tagesstrukturen stark aus. Um zu vermeiden, dass es zu einem Personalmangel kommt, investiert man nun in die Ausbildung der Betreuerinnen und Betreuer.

Ein Blick durch ein Türfenster in ein Kinderhort.

Bildlegende: Basel sucht junge Betreuerinnen und Betreuer für Kinder. Keystone

Jedes Jahr gibt es 200 zusätzliche Plätze für Kinder in Basels Tagesheimen. Und an den Basler Schulen entstehen jedes Jahr 200 bis 300 Plätze im Rahmen der Tagesbetreuung. Der Kanton baut also seine Tagesstrukturen mit hohem Tempo aus.

Aus diesem Grund steigt der Bedarf an ausgebildeten Betreuerinnen und Betreuern. «Es ist nicht ganz einfach, immer qualifiziertes Personal zu finden», sagt Sabine Ammann, die beim Kanton für die Tagesheime zuständig ist.

Der Kanton reagiert nun auf diese Entwicklung. Er baut die Ausbildung für junge Frauen und Männer aus, die Kinderbetreuer werden möchten. Die Tagesheime und der Bereich Tagesstrukturen an den Schulen spannen hierbei zusammen und bieten eine dreijährige Berufslehre an.

Ein Fortschritt bedeutet dies vor allem für die schulischen Tagesstrukturen. Bislang arbeiteten an den Schulen primär Frauen und Männer, die für die Arbeit in Tagesheimen ausgebildet wurden. Dies soll sich nun ändern, sagt Claudia Magos, Leiterin der Fachstelle Tagesstrukturen. «Wir wollen in den Schulen in Zukunft Personal einsetzen, das auch seine Ausbildung mit Schulkindern gemacht hat.»