Basel Tattoo feiert Geburtstag - und denkt über Neuerungen nach

Anders als in vergangenen Jahren ist das Militärmusik-Festival nicht ausverkauft. Tattoo-Chef Erik Julliard sagt im Interview, dass vor allem die Nachmittagsvorstellungen kein Renner mehr sind. Denkbar sei daher, dass das Tattoo zusätzliche Abendvorstellungen einführt.

Tattoo-Chef Erik Julliard an der letztjährigen Tattoo-Parade.

Bildlegende: Tattoo-Chef Erik Julliard an der letztjährigen Tattoo-Parade. Keystone

Was als bescheidene Veranstaltung in der Eishalle St.-Jakob-Arena begann, ist mittlerweile der Event mit den meisten Zuschauern in der Region Basel. Auch in diesem Jahr lockt das Basel Tattoo mehr als 100'000 Menschen in die Stadt. An den neun Tagen treten 260 Musikerinnen und Musiker in der Arena auf dem Kasernenareal auf.

Einen Wermutstropfen gibt es aber zum zehnten Geburtstag des Militärmusik-Festivals. Anders als in vergangenen Jahren ist es nicht ausverkauft. Rund 15 Prozent der Tickets sind noch nicht an den Mann oder an die Frau gebracht worden. Tattoo-Chef Erik Julliard sagt: «Der wichtigste Grund für die nicht verkauften Tickets ist, dass die Nachmittagsvorstellungen für die Zuschauer nicht mehr so interessant sind.»

Weniger Vorstellungen am Nachmittag

Diese Nachmittagsvorstellungen führte das Tattoo vor einigen Jahren ein, um die grosse Nachfrage nach Tickets zu stillen. Nun sagt Erik Julliard: «Wir werden in Zukunft diese Vorstellungen sicher stark reduzieren.»

Denkbar sei, dass es dafür mehr Abendvorstellungen gibt. Spruchreif ist hier jedoch noch nichts. Um mehr Abendvorstellungen durchzuführen, müsste das Tattoo verlängert werden. Das könnte einerseits zu Widerstand aus dem Quartier führen, andererseits sind damit auch höhere Kosten für die Organisatoren verbunden.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)