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Basel Baselland Baselbieter Jugendliche sollen ausschlafen

Wegen der schlechten Finanzlage sucht die Baselbieter Regierung ständig nach Möglichkeiten zu sparen. Ein ganz besonderer Vorschlag kommt jetzt aber aus dem Parlament: Um beim öffentlichen Verkehr zu sparen, könnten Schülerinnen und Schüler am Morgen später zur Schule.

volle Tram
Legende: Die Schule soll später beginnen, so dass die öffentlichen Verkehrsmittel weniger vollgestopft sind. Keystone

Unterricht erst ab neun Uhr. Das ist keine Schnapsidee von ein paar Schülerinnen und Schülern, die am Morgen gerne länger schlafen würden, sondern eine ernsthaft diskutierte Massnahme. Denn damit könnte der öffentliche Verkehr massiv Kosten sparen. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des Forschungsbüro Ecoplan, welches die Situation im Raum Bern untersucht hat. Stefan Suter, Mitautor der Studie: «Heute sind fast alle Schülerinnen und Schüler in der Stosszeit am Morgen unterwegs.»

Die öffentlichen Verkehrsmittel entlasten

Die Spitzenbelastungen am Morgen und am Abend kosten viel Geld. Denn die Transportunternehmen müssen ihr Angebote auf diese Zeit ausrichten, etwa mit einem dichteren Fahrplan und zusätzlichen Kursen. Für den untersuchten Raum Bern rechnen die Studienautoren mit Mehrkosten allein wegen der Spitzenzeiten von 40 Millionen Franken jährlich.

Geld, welches man sinnvoller ausgeben könnte. Davon ist die Baselbieter Landrätin Regula Werthmüller (Grüne Unabhängige) überzeugt. Sie verlangt deshalb von der Baselbieter Regierung, dass diese vertieft analysiere, ob die Schulen und andere kantonale Institutionen am Morgen nicht einfach später beginnen könnten, um die Spitzenbelastung am Morgen zu reduzieren. Der Landrat behandelt diesen Vorstoss voraussichtlich an seiner heutigen Sitzung.

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