Baselbieter Lehrer wollen Schnellbleichen verhindern

In Zukunft müssen Seklehrer sogenannte Kombifächer unterrichten. Es kann sein, dass beispielsweise ein Geschichtslehrer bald auch Geographie-Lektionen erteilen muss, obwohl er hierfür nicht ausgebildet worden ist. Der Lehrerverein fordert daher, dass der Kanton in die Weiterbildung investiert.

Ein Lehrer unterrichtet eine Klasse.

Bildlegende: Baselbieter Sekundarlehrer sind in Zukunft gefordert. Keystone

Baselbieter Sekundarlehrer sind in Zukunft gefordert: Voraussichtlich ab dem Schuljahr 2016/17 müssen sie sogenannte Kombifächer unterrichten. Schulfächer werden zusammengelegt - beispielsweise Biologie, Chemie und Physik oder Geografie und Geschichte. Für einen Geschichtslehrer kann das bedeuten, dass er bald schon auch Geografie unterrichten muss, obwohl er dafür möglicherweise bislang gar nicht ausgebildet ist.

Aus diesem Grund schlagen die Baselbieter Lehrer nun Alarm. Ihre Gewerkschaft, der Lehrerverein, hat am Mittwochabend eine Resolution verabschiedet. Dabei fordert der Lehrerverein, dass der Kanton die Weiterbildung der Lehrer bezahlt - und dass die Lehrer ihre Weiterbildung während der Arbeitszeit absolvieren können. Michael Weiss, Geschäftsführer des Lehrervereins sagt, man wolle mit der Resolution politischen Druck machen, damit sich der Kanton rechtzeitig um die Fortbildungen kümmern. «Bislang sind nämlich noch keine Mittel dafür gesprochen worden - und wir wollen verhindern, dass es am Schluss zu spät ist.»

Verhindern will der Lehrerverein vor allem Schnellbleichen. «Es kommt zum Teil vor, dass Schulleitungen bereits jetzt erwarten, dass Lehrer Fortbildungen machen, um dann für die Kombifächer bereit zu sein. Aber da werden ihnen teilweise Fortbildungen aufgedrängt, die Schmalspur-Ausbildungen sind», sagt Michael Weiss.

(Regionaljournal Basel, 12.03 Uhr)