Baselbieter wollen öfter ins Universitätsspital Basel

Das Universitätsspital Basel schliesst das vergangene Jahr mit soliden Zahlen ab: so ging der Gewinn um mehr als 20 Prozent nach oben. Ein Grund für die positive Bilanz: Es kamen mehr Patienten - vor allem auch aus dem Baselbiet.

Der Eingang des Universitätsspital Basel mit einem grossen Logo-Balken

Bildlegende: Das Basler Universitätsspital schliesst 2013 finanziell solide ab Foto Juri Weiss

Nicht nur von der finanziellen, sondern auch von der personellen Seite her gesehen war das abgelaufene Jahr für das USB erfreulich: Die Zahl der stationären Patientinnen und Patienten stieg nämlich um knapp zwei Prozent. Behandelt wurden insgesamt etwas mehr als 33 000 Menschen. Wäre nicht die Akutgeriatrie Mitte 2013 ans Felix Blatter-Spital übergegangen, hätte das Wachstum im personellen Bereich sogar knapp drei Prozent betragen, schreibt das USB.

In diesem Zusammenhang fällt auch auf, dass das Universitätsspital vor allem auch bei den Baselbietern beliebt ist. Im letzten Jahr sind über 8000 Patienten aus dem Kanton Basel-Landschaft im Unispital behandelt worden, das sind 400 mehr als im Vorjahr. Es kamen generell mehr Menschen aus den angrenzenden Kantone: Aargau, Solothurn und Jura. «Wir freuen uns, wenn die Patienten zu uns kommen», kommentiert Werner Kübler, Direktor des Universitätsspitals Basel gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF diese Zahlen.

Unsichere Situation auf dem Bruderholz

Profitiert das Universitätsspital Basel von der unsicheren Situation rund um das Bruderholzspital? «Nicht unbedingt», sagt Kübler: «Wir haben nicht den Eindruck, dass die Leute zu uns kommen, weil sie nicht an einen anderen Ort gehen wollen.»

Als Grund für den Patientenanstieg hat Werner Kübler eine einfache Erklärung: Erstens sei das Angebot gut. Zweitens sei das Universitätsspital ein Zentrumsspital: «Wir behandeln hier komplexe Fälle». Und als Zentrumsspital habe er ein grosses Interesse, dass die Spitäler ringsum gesund seien: «Die anderen Spitäler braucht es auch.» Gäbe die nicht, käme es zu einem Versorgungsengpass.

Gewinn von 11 Millionen Franken

Auch im zweiten Jahr seiner Selbstständigkeit hat das Universitätsspital Basel finanziell solide abgeschlossen. Der Ertrag stieg um vier Prozent auf knapp 975 Millionen Franken, beim Gewinn resultierte gar ein Plus von 23 Prozent auf 11 Millionen Franken. Damit erhöht sich auch das Eigenkapital, was in Bezug auf künftige Investitionen (zB. das Klinikum 2) nicht unwichtig ist.