Baselland müsste jährlich 17 Millionen mehr an Basel-Stadt zahlen

Das Baselbiet leistet einen zu geringen Beitrag an die kulturellen Zentrumsleistungen der Stadt Basel. Dies schreibt der Basler Regierungsrat in seiner Antwort auf einen zehn Jahre alten Vorstoss des früheren FDP-Grossrats und Regierungsrats Hanspeter Gass.

Die beiden Kantonswappen auf einer Fasnachtslaterne.

Bildlegende: Basel-Stadt rechnet vor, dass der Nachbarkanton rund 17 Millionen Franken zu wenig zahlt. SRF

Um die kulturellen Zentrumsleistungen von Basel-Stadt angemessen abzugelten, müsste der Kanton Baselland jährlich weitere 17 Millionen Franken bezahlen. Diese Zahl nennt die Basler Regierung in ihrer Antwort auf den zehn Jahre alten Vorstoss, welchen der damalige FDP-Grossrat und spätere Regierungsrat Hanspeter Gass, gemeinsam mit anderen Parlamentariern einreichte.

Im Bericht listet die Regierung auf, woher die Besucherinnen und Besucher kultureller Veranstaltungen kommen. Diese Zahl vergleicht sie mit den Zahlungen der Kantone. Bei der Kostenrechnung wird berücksichtigt, dass die Stadt auch von den Zentrumsangeboten profitiert.

Drei Mal mehr für Theater Basel

Ein markantes Beispiel ist eine Institution, über dessen Finanzierung immer wieder diskutiert wird: das Theater Basel. Dieses erhält von Baselland jährlich 4,5 Millionen Franken aus der Kulturvertragspauschale. Da aber etwa ein Drittel der Theaterbesucher aus dem Baselbiet kommt, müsste dieser Betrag laut der Schätzung der Basler Regierung auf gut 12 Millionen Franken erhöht werden. Auch das Sinfonieorchester, das Kunstmuseum und das Naturhistorische Museum müssten deutlich mehr Geld vom Baselbiet bekommen, findet der Basler Regierungsrat. Eine Ausnahme ist die Kaserne. Dort entspräche die Zahlung aus dem Baselbiet ungefähr der Nutzung.

Besser seht es laut dem Bericht im Bereich der Zahlungen an die Spitzenmedizin und der Finanzierungen der Hochschulen aus. Hier würde sich das Baselbiet ungefähr in der Höhe der beanspruchten Leistungen an den Kosten beteiligen.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)