Basels Runder Tisch wünscht mehr Kontrolle in Moscheen

An seiner Sitzung am Dienstag kam das religiöse Gremium zum Schluss, dass in den Moscheen besser kontrolliert werden muss, wer ein und aus geht. Ausserdem beklagen sich die Muslime, dass sie immer häufiger unter Generalverdacht gestellt werden.

An ihrer Sitzung am Dienstagabend habe die Islamismus-Debatte natürlich eine Rolle gespielt, sagt die Leiterin des Runden Tisches, Lilo Roost Vischer, die gleichzeitig Religionsbeauftragte des Kantons Basel-Stadt ist: «Es war eine äusserst angeregte Diskussion.»

Die insgesamt 17 Mitglieder, allesamt Vertreter von religiösen Institutionen, seien sich einig gewesen: In den Basler Moscheen brauche es eine bessere Kontrolle. «Einerseits sollten diese Häuser allen offen stehen, das ist klar», sagt Roost Vischer, aber: «Es ist auch unumgänglich, dass die Verantwortlichen der Moschee-Vereine besser kontrollieren, was in den eigenen Räumlichkeiten passiert.»

Runder Tisch begrüsst Anlaufstelle

Wie diese Forderung umgesetzt wird, kann Roost Vischer allerdings nicht sagen. «Wir haben dies der Basler Muslim Kommission ans Herz gelegt - wie sie nun vorgehen, das ist ihnen überlassen». Auch zur Sprache kam die geplante Anlaufstelle für Extremismus, die Regierungsrat Baschi Dürr plant. «Wir vom Runden Tisch würden so eine Anlaufstelle sehr begrüssen», sagt Roost Vischer.