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Basler Dreispitzareal Neues Quartier mit drei Wohntürmen

Die Basler Architekten Herzog & de Meuron sollen die Nordspitze des Dreispitz-Areals mit Türmen zum Wohnareal machen.

Legende: Video Drei Türme für den Dreispitz abspielen. Laufzeit 3:14 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 12.12.2017.

Die Nordspitze ist das nördliche Areal des Dreispitz', also der Teil bei Migros und Obi. Diese Fläche soll in Zukunft unter anderen auch als Wohnfläche dienen. Den Wettbewerb für den Entwurf dazu haben die Basler Stararchitekten Herzog & de Meuron gewonnen.

Türme und Grünflächen

Ihre Idee: Drei grosse Türme mit Wohnungen. Der höchste der drei Türme soll über 150 Meter hoch werden. Daneben sollen auch einige kleinere Häuser entstehen. Das Areal soll zwar verdichtet werden, aber trotzdem genügend Grünflächen bieten.

So sollen die Parkplätze ein neues Parkhaus erhalten, das überdacht wird. Auf dem Dach soll dann ein Park entstehen, der nach dem Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler benannt wird. Möglich seien in diesem Park verschiedene Dinge, sagt Kantonsbaumeister Beat Aeberhard: «Das kann Urban Gardening sein, aber auch ein Spielplatz oder Flächen für Sport.»

Die Pläne mit etwa 800 Wohnungen und Gewerbeflächen sind allerdings erst Visionen, betont Beat von Wartburg, Direktor der Christoph Merian Stiftung CMS. Seine Stiftung und die Genossenschaft Migros Basel wollen das Areal zusammen mit dem Kanton Basel-Stadt in den nächsten Jahren umbauen und weiterentwickeln. Wie das endgültige Projekt dann aussieht, stehe noch nicht fest.

Trotzdem: Der Entwurf von Herzog & de Meuron gilt als Grundlage für den Bebauungsplan. «Wenn alles gut geht, rechnen wir damit, dass 2022 die ersten Wohnungen bezogen werden können», so von Wartburg. Der Bebauungsplan kommt frühestens in zwei Jahren vor das Basler Parlament.

Quartierverein ist zufrieden

Der Präsident des Neutralen Quartiervereins Gundeldingen, Fausi Marti, ist mit dem Projekt zufrieden. «Dadurch, dass dort über 1000 Menschen wohnen können, gibt es auch neue Perspektiven für Gewerbe, das sich im Gundeli ansiedeln möchte. Und das ist eine gute Sache.»

Auch CVP-Grossrätin Beatrice Isler, die sich seit Jahren für das Gundeldingerquartier einsetzt, ist mit den Plänen auf dem Areal zufrieden. Wichtig sei einfach, dass nicht ein neues, isoliertes Quartier entsteht, sondern dass sich das Areal mit dem Rest des Gundeldingerquartiers verbindet. Und Isler sieht auch noch offene Fragen. Beispielsweise beim Parkplatzbedarf oder den noch nicht vorhandenen Angeboten für Schulkinder.