Basler Kantonalbank peilt konsequenten Strukturwandel an

Die Basler Kantonalbank (BKB) konnte ihren Jahresgewinn 2014 gegenüber dem Vorjahr leicht steigern; in einzelnen Geschäftssparten musste sie allerdings Verluste hinnehmen - vor allem ihre sogenannte Weissgeld-Strategie hat gewisse Konsequenzen.

Das Hauptgebäude der Basler Kantonalbank mit dem Firmennamen und -logo

Bildlegende: Die Basler Kantonalbank musste im Geschäftsjahr 2014 einige Abstriche machen. Keystone

Die Basler Kantonalbank (BKB) sei daran, einen Richtungswechsel vorzunehmen. Sie will nämlich nur noch sogenannte Weissgelder verwalten. Also Gelder, die korrekt versteuert wurden. «Wir wollen das ganz konsequent umsetzen» sagt der Präsident des Bankrates der BKB, Andreas Sturm bei der jährlichen Bilanz-Medienkonferenz.

Weniger Kundengelder verwaltet

Das ist allerdings nicht ohne gewisse Verluste zu haben: die Bank machte zwar im 2014 in etwa gleich viel Gewinn wie im 2013. Diese verdankt die BKB allerdings einem insgesamt tieferen Geschäftsaufwand. Bei den Kundenvermögen ist die Bilanz aber eben rückläufig, die Bank musste einen Verlust von etwa fünf Prozent oder 2,6 Millionen Franken hinnehmen.

Das habe vermutlich auch damit zu tun, dass die Bank ihre Kunden systematisch unter die Lupe genommen habe, die ausländische noch konsequenter als die inländische.

Das Ziel sei es, bis Ende Jahr nur noch versteuerte Vermögen zu verwalten. Deshalb rechnet sie auch weiter damit, dass Gelder von der Bank abfliessen würden.

Noch nicht gelöst ist auch der Steuerstreit mit den USA. Inzwischen wurde bekannt, dass der Kanton der Bank dafür 100 Millionen Franken zur Verfügung stellt, damit diese ihr Eigenkapital erhöhen kann.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)