Basler Kinder fahren mit dem Bus in den «Kindsgi»

Mit dem Schulbus in den «Kindsgi»: Was nach amerikanischem Alltag klingt, ist für zwei Basler Kindergartenklassen seit gestern Realität. Sie müssen in andere Quartiere fahren, weil Ihre Kindergärten noch nicht fertig renoviert sind.

Kinder stehen vor einem Bus

Bildlegende: Ein paar Basler Kinder gehen per Bus in den Kindergarten (Symbolbild). Colourbox

Die Zahl der Kinder im Kanton Basel-Stadt wächst: Kamen letztes Jahr noch 1'511 Kinder neu in den Kindergarten, so sind es dieses Jahr 1'617. Kein Wunder, werden die Kindergartenplätze knapp. Schon Anfang Juli schlug die Geschäftsprüfungskommission des Grossen Rats deswegen Alarm.

Gestern hat das Schuljahr nun begonnen und das Erziehungsdepartement (ED) hat für alle Kinder einen Platz in einem Kindergarten gefunden. Acht neue Standorte wurden dafür eröffnet. Trotzdem sei das Platzproblem noch nicht gelöst, sagt Dieter Bauer, Leiter der Volksschulen beim ED: «Wir brauchen mehr Kindergartenräume.»

Die Suche gestaltet sich aber oftmals schwierig, da viele Kindergärten nicht in Liegenschaften des Kantons untergebracht werden, sondern in Privathäusern eingemietet sind. Diese Räumlichkeiten muss man zuerst an die Bedürfnisse des Unterrichts anpassen.

Mit dem «Kindsgibus» in ein anderes Quartier

Weil diese Umbaumassnahmen bei zwei Basler Kindergärten noch nicht abgeschlossen sind, greift der Kanton zu einer ungewöhnlichen Massnahme: Die Kinder werden morgens mit einem Bus zum Unterricht in ein anderes Quartier gefahren - und am Mittag wieder zurück. Konkret fahren die Schulbusse von der Signalstrasse beim Badischen Bahnhof nach Riehen und vom Spalenring ins Gundeli.

Der «Kindsgibus» verkehrt aber nur vorübergehend. Im Verlauf des Schuljahrs soll die Renovation der beiden Kindergärten abgeschlossen sein.

(Regionaljournal Basel, 12.03 Uhr)