Basler Sauter Gruppe baut Arbeitsplätze ab

Die Basler Gebäudetechnik-Firma Sauter AG streicht in Basel bis Ende Jahr 100 Stellen. Die Hälfte wird ausgelagert. Die andere Hälfte wird ins deutsche Freiburg verlegt. Die Gewerkschaften wehren sich und stellen Forderungen im Zusammenhang mit dem Stellenabbau.

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Stellenabbau bei Sauter

1:38 min, aus Schweiz aktuell vom 2.2.2016

Dass Sauter Stellen streicht, kommt nicht ganz unerwartet. Schon länger kämpft Sauter gegen rote Zahlen am Standort Basel. Anfang 2015 hatte die Firma deshalb auch ein Sparprogramm angekündigt.

Das Sparprogramm beinhaltete unter anderem:

  • Alle Angestellten verzichten auf fünf Prozent des Lohnes
  • Alle Angestellten arbeiten vier Stunden mehr in der Woche

All diese Massnahmen hätten aber nicht zum gewünschten Effekt geführt, heisst es bei der Geschäftsleitung. Der Standort Basel schreibt weiterhin 1,2 Millionen Franken Verlust. Sauter zieht deshalb Konsequenzen und streicht in Basel 100 Stellen: «Das Werk hier hat an Wettbewerbsfähigkeit verloren», sagt Werner Karlen, Chef von Sauter.

Gewerkschaften stehen auf die Hinterbeine

Für die Gewerkschaften ist der Stellenabbau unverständlich. «Der Stellenabbau ist eine Frechheit», sagt der Branchenleiter von der Gewerkschaft Unia, Christian Gusset. Die Angestellten hätten im letzten Jahr Gratisarbeit von vier Stunden pro Woche verrichtet und auf einen Teil ihres Lohnes verzichtet, um am Ende ihre Arbeitsstelle zu retten. «Nun bekommen sie dafür den Schuh», sagt Gusset: «Die Leute fühlen sich verschaukelt».

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)