Bedeutungsloses Ja in Basel-Stadt

Knapp 55 Prozent der Basler Stimmbevölkerung befürworten den Fusionsprozess. Das Ja ist insofern bedeutungslos, als der Landkanton die identische Vorlage klar verwirft.

Blick vom Chrischona-Turm über den Roche-Turm in den Jura.

Bildlegende: Die unsichtbare Grenze zwischen Basel-Stadt und Baselland bleibt auch in Zukunft bestehen. Keystone

Das Ja in Basel-Stadt ist nicht überwältigend, was jedoch nicht weiter überrascht: In den letzten Wochen hatte sich abgezeichnet, dass die teils sehr emotionale Ablehnung im Baselbiet in Basel-Stadt schlecht aufgenommen wurde und sich auch auf das Resultat niedergeschlagen haben dürfte. Die Stimmbeteiligung lag - wie im Nachbarkanton - bei 52,5 Prozent.

Basels Regierungspräsident Guy Morin interpretiert denn auch das relativ laue Ja aus Basel-Stadt als Folge der zum Teil sehr emotional geführten Kampagne im Baselbiet. Gleichzeitig ist er jedoch überzeugt, dass auf Regierungsebene die Zusammenarbeit dadurch keinen Schaden genommen hat.

Auf der anderen Seite ist SVP-Grossrat und Fusionsgegner Joël Thüring erfreut über das nicht überwältigende Ja in Basel-Stadt. Als Basel-Städter hat Thüring aber auch klare Erwartungen an die Fusionsgegner im Kanton Baselland: diese müssten jetzt für eine engere Zusammenarbeit einstehen und auch dafür sorgen, dass Baselland mehr an die Leistungen der Stadt zahlt, wo dies noch ungenügend sei. Im Gegenzug müsse der Kanton Baselland jedoch auch mehr Mitsprache erhalten.