Behindertenforum wehrt sich gegen Sparen bei Behindertentransport

Das Behindertenforum der Region Basel ist alarmiert durch die Ankündigung der beiden Basel, den Staatsvertrag über die Behindertentransporte neu zu diskutieren. Sparen dürfe nicht diskriminierend auf dem Buckel von behinderten Menschen erfolgen.

Ein Transporter der IVB, in den ein Rollstuhl geladen wird.

Bildlegende: Behindertentransport kommt unter Spardruck zVg

Das Behindertenforum der Region Basel wurde aufgeschreckt durch eine Medienmitteilung vergangenen Montag. Darin künden die beiden Basel an, den Staatsvertrag über die Finanzierung der Behindertenfahrten in den beiden Kantonen zu überprüfen.

Erst 2012 hätten die beiden Kantone auf ein kostentransparentes System umgestellt, welches das Angebot für Behinderte Menschen teuerer mache. Zudem würden wegen der beschränkten Unterstützungsgelder von derzeit 2,6 Millionen Franken jeder anspruchsberechtigten Person nur maximal fünf Fahrten pro Monat subventioniert.

« Kein diskriminierendes Sparen auf dem Buckel von Behinderten »

Im Vergleich zu anderen Kantonen stehe dem Behindertenfahrdienst in den beiden Basel deutlich weniger Geld zur Verfügung. Deshalb mute es fast zynisch an, in diesem Bereich sparen zu wollen, schreibt das Behindertenforum in einer Mitteilung. Der Dachverband von 18 Organisationen und rund 5000 behinderten Personen in der Region Basel stellt sich deshalb klar gegen jede Einsparung beim Behindertenfahrdienst und «gegen diskriminierendes Sparen auf dem Buckel von behinderten Menschen.»