«Beim Eurodistrict geht es um den gemeinsamen Nenner der Region»

Der 58 jährige Riehener Anwalt Heinrich Ueberwasser ist neuer Präsident des Districtrats, dem Parlament des Trinationalen Eurodistricts Basel. Ueberwasser politisiert für die SVP im Basler Grossrat. Ob er mit einer Kandidatur für die Basler Regierung liebäugelt, lässt er sich nicht entlocken.

Im Eurodistrict gehe es in erster Linie darum, gegenseitig zu verstehen, wie die andere Seite funktioniert und denkt, sagt Ueberwasser. Dabei gehe es nicht nur um Verständnis über die Landesgrenze, sondern auch über die Kantonsgrenzen hinaus. «Im Moment ist unser eigentliches Problem das Verhältnis von Basel-Stadt zu Baselland.»

Ueberwassers Rolle in der SVP

Dass er mit seinem Engagement in einem Widerspruch zu seiner Partei stehe, lässt Ueberwasser nicht gelten. Es stimme nicht, dass die SVP die Grenzen dicht machen wolle. Aber seine Partei setze sich ein für eigenständige territoriale Körperschaften, und dazu stehe auch er.

Bei der Frage nach der Kandidatur für die Regierungsratswahlen im Herbst bleibt Ueberwasser eine Antwort schuldig. Dabei würde er durchaus ins Profil eines gemässigten SVPlers passen, wie es die anderen bürgerlichen Parteien für eine gemeinsame Liste erwarten.

Fussballleidenschaft

Als bekennender Fussballfan mit Jahreskarten von SC Freiburg und FC Basel ist der Riehener Anwalt auch als Spielerberater tätig. Allerdings berate er mehr andere Spielerberater als Spieler.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)

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