Beim Sparen geht Hölstein eher ungewohnte Wege

Die Gemeinde Hölstein im Oberen Baselbiet muss sparen. Wegen des kantonalen Finanzausgleichs ist die Rechnung der Gemeinde im Waldenburgertal tiefrot. Der Gemeinderat hat jetzt alle Einwohnerinnen und Einwohner aufgefordert, Sparvorschläge zu machen. Und: dem Ruf wird nachgekommen.

Ein Fünfliber wandert in ein Sparschwein

Bildlegende: Sparen ist angesagt in Hölstein - die Bevölkerung wird einbezogen. Keystone

Wie viele Baselbieter Gemeinden muss auch die Gemeinde Hölstein im Waldenburgertal den Gürtel enger schnallen. Der Gemeinderat bezieht dabei aber die Bevölkerung ein. Er hat alle Einwohner aufgerufen, Sparvorschläge einzureichen. Peter Eglin, der seit 20 Jahren im Gemeinderat ist, sagt, es seien einige Vorschläge eingegangen.

Akzeptanz für sparen wächst

Eine diese Sparideen sei es zum Beispiel, die Turnhalle zu schliessen, sagt Eglin. Der Gemeinderat prüfe jetzt alle Vorschläge aus der Bevölkerung. Denn natürlich stossen auch die nicht bei allen auf Popularität. Gleichwohl lohne sich aber dieser Einbezug der Bevölkerung, ist Eglin überzeugt. Man komme dabei auf Ideen, auf die man sonst nicht gestossen wäre. Dies habe schon ein ähnlicher Sparappell vor über zehn Jahren gezeigt.

Klar ist, die Sparvorschläge der Bevölkerung werden bei weitem nicht ausreichen, um die Finanzen wieder in den Griff zu kriegen. Dennoch schafft dieses Vorgehen vermutlich Akzeptanz für ein grösseres Sparprogramm des Gemeinderats. Wer sich nämlich jetzt nicht am Aufruf zum grossen Sparen beteiligt hat, der kann danach wohl nicht so laut murren, wenn Massnahmen umgesetzt werden.

(Regionaljournal Basel, 6.32 Uhr)