Basler ÖV-Zukunft Bern dämpft Basler «Herzstück»-Hoffnungen

Heute hat das Bundesamt für Verkehr bekannt gegeben, welche ÖV-Projekte Chancen haben, im Ausbauschritt 2030 zu landen. Das S-Bahn-Projekt «Herzstück» taucht auf der Liste des Bundesamtes nur als Option auf. Freuen darf man sich dafür im Laufental: Der Doppelspurausbau geniesst beim Bund Priorität.

Visualisierung einer möglichen S-Bahn-Haltestelle beim Spiegelhof.

Bildlegende: Beim neuen «Herzstück»-Projekt könnte auch eine S-Bahn-Station beim Spiegelhof entstehen. Herzog & de Meuron

Im Laufental kann mit grösster Wahrscheinlichkeit bis ins Jahr 2030 die Bahnlinie auf Doppelspur ausgebaut werden. Das Bundesamt für Verkehr nahm das Projekt vorläufig auf ins nächste Ausbauprogramm 2030. Damit kann ab Fertigstellung der Doppelspur auf der Strecke Biel-Basel der Halbstunden-Takt eingeführt werden.

Viel Konkurrenz fürs «Herzstück»

Kein Glück hatte bis jetzt das S-Bahn-Projekt «Herzstück» der Region Basel. Dieses steht in Konkurrenz mit fünf weiteren Projekten aus der Schweiz. Alle fünf stehen als Option bereit. Das heisst, das BAV muss weiter prüfen, ob eines der fünf Projekte definitiv auf die Liste ins Ausbauprogramm aufgenommen wird.

Ein Basler Stadtplan, die Linienführung des Herzstückes ist blau markiert.

Bildlegende: So soll die Linienführung für das «Herzstück» aussehen. zVg

Der Basler Baudirektor Hanspeter Wessels gibt sich trotzdem zufrieden. Es sei bereits ein Erfolg, dass das «Herzstück» Gehör findet. Nun müsse die Region Basel weiter dafür kämpfen und das Projekt vertiefen. Erst dann bestehe eine Chance, allenfalls ins Ausbauprogramm 2035 aufgenommen zu werden.

Bereits definitiv im nächsten Ausbauprogramm aufgenommen sind weitere Projekte der Region Basel. Dazu gehören ein Express-Tram durch das Leimental, und damit der Doppelspur-Ausbau der Tramgeleise durch Binningen, sowie der Margarethen-Stich. Auch dabei sind ein Schienenanschluss zum EuroAirport, sowie die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke.

Das Bundesamt für Verkehr legt seine Vorschläge nun dem Bundesrat vor. Dieser eröffnet noch im Herbst dieses Jahres die Vernehmlassung dazu. Ab 2019 beraten National- und Ständerat über die Vorlage. Bei einem Referendum hat das Stimmvolk das letzte Wort.