Bessere Förderung für Kinder mit Sprachbehinderung

Kinder mit einer Sprach oder Hörbehinderung sollen auch in Zukunft von Spezialschulen unterrichtet werden. Das fordern Basler Politiker aus fast allen Parteien. Sie kämpfen mit einer Petition und mit einem Vorstoss dafür, dass Kinder weiter in der Spezialschule GSR in Riehen gefördert werden.

Kinder im Schulunterricht.

Bildlegende: Politiker von links bis rechts fordern, dass sprach- und hörbehinderte Kinder weiter in die Spezialschule gehen. Colourbox

Mit einer Petition stiess der vpod respektive die Gewerkschaft Erziehung die Forderung an. Nun doppeln Grossrätinnen und Grossräte von links bis rechts mit einer Motion nach. Sprach- und hörbehinderte Kinder sollen auch in Zukunft die Gehörlosen- und Sprachheilschule Riehen GSR besuchen.

Das Basler Erziehungsdepartement möchte ab Schuljahr 2015/16 nur noch wenige Kinder an die GSR schicken. Die andern sollen gemäss Sonderschul-Konkordat gleich in die Regelklassen integriert werden.

Dies sei aber aus fachlicher Sicht verfrüht, lautet die Kritik. Die Regelschule habe weder das Personal noch die nötige Infrastruktur, um die Kinder angemessen zu betreuen. Man setze ein Erfolgsmodell aufs Spiel, da die GSR bisher rund 80 Prozent der Schüler während der obligatorischen Schulzeit je nach individueller Reife in die Regelschule integrieren konnte.