Bundesgericht bestätigt Urteil gegen Basler Grand Casino

Ein Basler Immobilien-Verwalter verzockte im Basler Casino mehrere Millionen. Weil ihn die Verantwortlichen nicht rechtzeitig sperrten, wurde das Casino von der Spielbankenkommission mit einer Rekordbusse bestraft. Zu recht, findet das Bundesgericht, es reduzierte jedoch die Strafe.

Casino innen mit Spielautomaten

Bildlegende: Spielautomaten im Grand Casino Basel - Hier verzockte der Immobilien-Treuhänder Millionen Keystone

Zwischen 2006 und 2008 verzockte der offensichtlich spielsüchtige Mann an Automaten im Basler Grand Casino mehrere Millionen Franken. Wie sich später herausstellte, stammte das Geld von Kunden des Immobilienverwalters. Er wurde deshalb letzten Herbst vom Basler Strafgericht zu vier Jahren Gefängnis verurteilt.

Der Teilhaber einer Immobilienfirma besuchte aus Neugier im Jahr 2003 das erste Mal das neu eröffnete Casino an der Flughafenstrasse. Zuerst verspielte er das Geld seiner Familie, anschliessend das Geld seiner Kunden.

Zwischen 2005 und 2008 wurden ihm an Spielautomaten über 24 Millionen Franken ausbezahlt. Deutlich höher waren die Einsätze.

Rekordbusse reduziert

Die Spielsucht hätte den Verantwortlichen des Casinos auffallen müssen und er hätte, so wie es das Gesetz in solchen Fällen vorsieht, gesperrt werden müssen. Dies hielt die Eidgenössische Spielbankenkommission im 2011 fest und brummte dem Casino eine Rekordbusse von 4,9 Millionen Franken auf.

Nun hat das Bundesgericht das Urteil der Vorinstanzen bestätigt. Das Casino hätte früher handeln müssen, so die Richter in Lausanne. Sie reduzierten jedoch die Höhe der Strafe gegen das Casino auf 1,5 Millionen Franken.