BVB investieren Millionen in Haltestellen-Anzeigen

Das fehlerhafte Anzeigesystem an den Haltestellen kommt die Basler Verkehrsbetriebe BVB teuer zu stehen. Die BVB müssen bis Ende 2013 weitere 3,9 Millionen Franken in das neue Leitsystem investieren. Damit soll die Zuverlässigkeit der Anzeigen erhöht werden.

Anzeige an Haltestelle: Nächste Trams kommen in 50 Minuten

Bildlegende: Die fehlerhaften Anzeigen an den Haltestellen sind für die Fahrgäste ein Ärgernis. srf

Seit der Umstellung auf ein neues Leitsystem im Herbst 2012 haben die BVB Probleme mit ihren Anzeigetafeln an den Haltestellen - mit Auswirkungen für die Fahrgäste. Auf den Tafeln erscheint häufig gar keine oder eine falsche Anzeige. Eigentlich sollten die wartenden Passagiere sehen, wann das nächste Tram oder der nächste Bus kommt.

Unterdessen konnten Experten das Problem einigermassen in den Griff kriegen. Das System arbeite heute mit einer Zuverlässigkeit von 95 Prozent, hiess es am Dienstag an einer Medienkonferenz.

«  Eine kostengünstige Lösung »

Martin Gudenrath
VR-Präsident der BVB

Angestrebt werde nun eine Zuverlässigkeit von 99,5 Prozent. Für die BVB bedeutet dies jedoch Mehrkosten in der Höhe von fast vier Millionen Franken. Damit sollen die Verbindungsprobleme zwischen Leitstelle und der Anzeigetafel behoben werden. Diese waren laut BVB hauptverantwortlich für die Ausfälle.

Die Umstellung auf das neue Leitsystem hat bereits rund zehn Millionen Franken gekostet. Dies sei jedoch eine kostengünste Lösung gewesen. Eine Gesamterneurung hätte über 20 Millionen Franken gekosten, sagte BVB-Verwaltgungsratspräsident Martin Gudenrath.

«  Wir haben bei der Kommunikation Fehler gemacht »

Jürg Baumgartner
Direktor der BVB

Gekostet hat die BVB das Anzeige-Debakel auch viel Kritik. Sogar die Regierung forderte die BVB auf, das Problem mit den Anzeigetafeln in den Griff zu bekommen. «Wir haben bei der Kommunikation Fehler gemacht», gesteht Jürg Baumgartner, Direktor der BVB, ein. Es sei nicht gelungen, den Fahrgästen die Komplexität des Systems verständlich zumachen. «Deshalb war kein Verständnis vorhanden», so Baumgartner. Er verstehe, dass die BVB falsche Erwartungen geschürft habe und deshalb Kritik einstecken musste.