Claraturm: Abstimmungskampf wird härter

Gegner und Befürworter des Claraturms machen sich im Abstimmungskampf happige Vorwürfe. Die Turmbefürworter sagen, die Gegner hantierten mit einer Fälschung. Die Turmgegner wiederum werfen der Gegenseite vor, diese verschweige Vorgaben des Bundes.

Visualisierung und weisse Linien, die Korrektur darstellen

Bildlegende: Die Visualisierung der Gegner und die Korrektur. Die weisse Linie soll die wahren Ausmasse des Turms zeigen. zvg

Am Dienstagmorgen trafen innerhalb kurzer Zeit zwei Medienmitteilungen auf den Redaktionen der lokalen Medien ein. Zum einen geht es um eine Visualisierung, welche die Gegner des Claraturms vor kurzem in Umlauf gebracht hatten. Darauf ist zu sehen, wie der Turm vom Claraplatz her gesehen wirkt: Ein hoher Koloss, der über dem Kleinbasel thront und den Messeturm überragt.

Dies sei eine Fälschung, halten die Befürworter des Claraturms fest: Das Hochhaus wirke effektiv viel kleiner, als von den Gegner dargestellt.

Weiterer Streitpunkt: Das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS). Die Gegner des Claraturms behaupten, dass die sogenannten Warteck-Häuser am Riehenring nicht abgerissen werden dürfen, weil sie in dem Bundesinventar verzeichnet sind. Falsch - sagen wiederum die Turmbefürworter. Bei ISOS handle es sich lediglich um eine Empfehlung des Bundes an die Kantone.