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Basel Baselland Das Pendeln wird für französische Grenzgänger unattraktiver

Französische Grenzgänger haben am Wochenende gegen die Auflage demonstriert, sich bei der staatlichen Krankenkasse versichern zu müssen. Die ist nämlich teurer als die private. Die Grenzgänger hätten künftig weniger Geld in der Tasche. Ein Zustand, der auch die Basler Arbeitgeber beschäftigt.

Französisches Auto und Zollübergang
Legende: Französische Grenzgänger kommen zB. über die Grenze «Bachgraben» in die Schweiz. Keystone

Tausend Grenzgänger haben am Wochenende ihren Unmut zum Ausdruck gebracht. Sie haben demonstriert gegen die höheren Krankenkassenkosten, die auf sie zu kommen, sollten sie sich bei der staatlichen Krankenkasse versichern müssen. Einen solchen Versicherungszwang hätte auch Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt in der Region.

Höhere Krankenkassenkosten seien unattraktiv für Pendler, sagt der Basler Gewerbedirektor, Gabriel Barrell: «Wenn Grenzgänger nicht mehr nach Basel kommen, fehlen uns die Arbeitskräfte.» Es geht um etwa 800 Franken, die ein Elsässer Ende Monat weniger auf dem Konto hat, wenn er von der privaten zur staatlichen Krankenkasse wechseln muss.

Ein Betrag, der schmerzt. Dennoch ist Dominik Marbet vom Arbeitgeberverband überzeugt, dass die Elsässer weiterhin noch Arbeit in der Schweiz suchen werden, denn: «Bei den Grenzgängern handelt es sich um Leute, die in Frankreich selber vielleicht keine Arbeit finden.» Einen Druck auf den Lohn könnte es dennoch geben. Es sei gut möglich, dass Arbeitgeber den Lohn etwas erhöhen müssen, sagt Marbet weiter.

Momentan arbeiten rund 30'000 Grenzgänger in der Schweiz. Heute können diese die Krankenkasse selber wählen. Ab 2015 soll sich dies ändern, dann sind die Grenzgänger verpflichtet zur staatlichen Krankenkasse zu wechseln.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von BrunoHochuli, Reinach
    Ein Grund mehr, arbeitslose Schweizer wieder zu schulen und einzugliedern, wir haben ja genug davon. Was für Ausreden die Wirtschaft jetzt hat, nimmt mich wunder. Wahrscheinlich zu teuer und nicht mehr brauchbar.
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  • Kommentar von Andi Zaugg, France
    Ich bin Grenzgänger und arbeite in Basel. 800.- Franken weniger pro Monat ist absoluter Blödsinn. Die Preise stehen noch nicht ganz fest, aber mit Familie (zwei Kinder) muss ich in etwa mit 200 Franken pro Monat rechnen inkl. Zusatz, dass ich in der Schweiz zum Arzt und ins Spital gehen kann. Nichtsdestotrotz ist dies eine Schweinerei was sich da der franz. Staat leistet. Es beschneidet mich in meiner Grundrechten - der Freiheit!
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Darum holen die Schweizer ja die Billigstarbeiter aus den neuen EU Staaten! Wartet es nur ab: die Löhne brechen noch mehr ein, die Sozialkosten explodieren und das Schlimmste: die Qualität sinkt massiv! Viel Spass!
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