«Der Erfolg der Starwings hat auch Schattenseiten»

In der Basketballszene der Schweiz ist Oliver Vogt ein Star. Als Captain der Nationalmannschaft und Stammspieler der besten Clubs des Landes genoss er hohes Ansehen. Seine Karriere beendete er in Mayotte, einem kleinen Inselstaat neben Madagaskar. Heute studiert Oliver Vogt Sport in Magglingen.

Basketballmannschaft

Bildlegende: Cupfinal 2011 - Oliver Vogt in der Mitte des Bildes. Keystone

Aufgewachsen ist Oliver Vogt in Dornach. Schon in jungen Jahren faszinierte ihn das Basketballspiel. Seine ersten Würfe lernte er beim BC Arlesheim. Ein Stipendium ermöglichte ihm mit 19 Jahren den Wechsel an ein College in Amerika. Hier lernte er das Spiel von der Pike auf.

Der Traum der NBA

Eigentlich wollte er in Amerika bleiben. Er war aber nicht traurig, als er merkte, dass das Niveau trotz seiner grossen Fortschritte nicht reichte. «Man muss realistisch bleiben. In Amerika gibt es so viele Supertalente. Da wäre es schon aussergewöhnlich, eine führende Rolle spielen zu können.»

In der Schweiz spielte Oliver Vogt vor allem bei Fribourg Olympic und den Lions de Genève. Mit diesen Mannschaften wurde er viermal Schweizermeister. Eine grosse Ehre war es, als er zum Captain der Nationalmannschaft berufen wurde.

Seine Karriere als Profibasketballer beendete Oliver Vogt auf der Insel Mayotte neben Madagaskar. Die Insel hat nicht ganz 300'000 Einwohner und gehört politisch zu Frankreich. «Ich wollte Basketballspielen mit Reisen verbinden.» So Vogt zu seinen Beweggründen. «Die Jugend ist verrückt nach Basketball. Sie spielen oft barfuss und auf Teer.»

Heute studiert Oliver Vogt in Magglingen Spitzensport. Mit dem lokalen Basketballclub Starwings von Birsfelden ist er freundschaftlich verbunden. Der Entwicklung von Starwings steht er mit gemischten Gefühlen entgegen. «Einerseits freut es mich, dass sie spielerisch so erfolgreich sind.» Anderseits hätten die Jungen im Moment keine Chance, den Anschluss an die 1. Mannschaft zu finden.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)