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Basel Baselland Der geplante Spitalturm kommt jetzt auch politisch unter Beschuss

Das Siegerprojekt für den Neubau des Klinikum 2 war von Beginn an umstritten. Der Basler Heimatschutz und auch der bekannte Basler Architekt Jacques Herzog kritisierten den geplanten Spitalturm scharf. Jetzt äussern sich auch Politiker aus dem Grossen Rat zum Projekt der Architekten giuliani.hönger.

Visualisierung des Neubaus des Klinikums 2, Spitalturm im Hintergrund.
Legende: Viele Politiker zweifeln, dass der Spitalturm neben die Basler Altstadt passt. Universitätsspital Basel

«Das Siegerprojekt gefällt mir aus städtebaulicher Sicht überhaupt nicht.» Das ist die häufigste Antwort von Grossrätinnen und Grossräten aus der Baukommission auf die Frage, ob der von der Jury ausgewählte Neubau überzeuge.

Aus dem ganzen politischen Spektrum, von links bis rechts, klingt es ähnlich. Stein des Anstosses ist dabei der Spitalturm. Mit einer geplanten Höhe von 60 Metern störe der Turm das Bild der Basler Altstadt, erklären die befragten Politikerinnen und Politiker. Sie sind sich in dieser Kritik einig mit dem Basler Heimatschutz und Architekt Jacques Herzog.

Kein Projekt überzeugt

Die Spitalleitung begründete den Entscheid für das Projekt mit dem Hochhaus hauptsächlich in dessen Funktionalität. Weil der Spitalbetrieb während des ganzen Umbaus aufrecht erhalten werden muss, sei dies ein entscheidende Faktor.

Genau dies würde beim zweitplatzierten Projekt der Basler Architekten Herzog & deMeuron zu kurz kommen. Dafür würde sich dieses besser ins Stadtbild integrieren, meinen die meisten der befragten Grossräte. Unter dem Strich überzeugt aber keines der beiden Projekte die Politikerinnen und Politiker aus der Baukommission des Grossen Rates.

Beide Vorschläge überarbeiten

Weil die beiden erstplatzierten Vorschläge beide Mängel aufweisen, fordert SP-Grossrat Philippe Macherel eine Überarbeitung der beiden Projekte. Als Arzt und Politiker weiss er, dass das neue Spital funktional sein muss, sich aber auch gut ins Stadtbild integrieren soll. Diese beiden Anforderungen müsse der Neubau erfüllen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Michael Hunziker, 4456 tenniken
    Jagt endlich den Heimatschutz und sämtliche Stadtbildkommissionen in de Wüste. Wenn etwas die Entwicklung von Stadt und Land bremst, dann sind es diese verstaubten Gremien. Ich räume ein, dass Gebäude nicht "Denkmäler" von und für profilierungswütige Architekten sein sollten; aber alles was wir bauen, sollte in erster Linie den Menschen dienen und nicht umgekehrt! Nach diesem Kriterium ist ein Projekt zu prüfen, alles Andere ist Beigemüse.
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