Deutsche leiden unter Schweizer Einkaufswelle

Der Schweizer Masseneinkaufstourismus im grenznahen Raum macht vielen Deutschen zu schaffen. Verstopfte Strassen und Parkplätze sowie Warteschlangen vor den Kassen in den Einkaufszentren ärgern die Bevölkerung. Wer es kann, der passt sein Einkaufsverhalten an. Dies dürfte aber eine Minderheit sein.

Ein Rentnerehepaar steht auf einer Strasse. Er trägt einen Rucksack. BEide schauen zur Kamera.

Bildlegende: Bernd und Christa Korth machen sich auf den Weg zum Einkaufen. SRF

Bernd und Christa Korth leben seit Jahrzehnten in Weil Friedlingen. Früher fuhren sie mit ihrem Wagen regelmässig ins Einkaufszentrum. Seit der Euro gegenüber dem Schweizerfranken keine Untergrenze mehr kennt, können sie dies nicht mehr. «Die Schweizer Nationalbank hat unseren Tagesablauf beeinflusst», scherzt Bernd Korth.

«  Die Schweizer Autokennzeichen kennen wir schon gar nicht mehr »

Tatsächlich geht das Rentnerehepaar Christa und Bernd Korth heute zu Fuss und nur noch an den Randzeiten einkaufen. In einem Rucksack trägt Bernd Korth die Lebensmittel nach Hause. «Woche für Woche das gleiche Bild, in der Tiefgarage haben die Autos Kennzeichen, die kennen wir schon gar nicht mehr.»

Schlechte Erfahrungen mit Schweizerinnen und Schweizern hätten sie in der Regel keine gemacht, sagt Christa Korth. Für das Personal sei es aber manchmal schon schwierig: «Die Ansprüche der Schweizer können sehr hoch sein. Und wenn dann nach einer längeren Beratung doch nicht gekauft wird, dann kann ich den Frust der Verkäufer sehr gut verstehen.»

(Regionaljournal Basel, 12.03 Uhr)