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100 Tage im Amt Elisabeth Ackermann: «Will keine ungelegten Eier verkaufen.»

Die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann (Grüne) zieht eine positive Bilanz nach drei Monaten im Amt. Sie wolle die Vorarbeit von Guy Morin fortsetzen und eigene Akzente setzen. Substantielles hatte sie bei ihrer ersten Medienkonferenz nach 100 Tagen im Amt nicht zu bieten.

Nach vielen Kontakten inner- und ausserhalb des Departementes, auch über Kantons- und Landesgrenzen hinaus, sei ihr «klarer geworden», wie sie selber das Präsidium wahrnehmen wolle, sagte Ackermann.

Morin als erster fester Präsident habe «sehr vieles gut aufgebaut». Im Regierungsrat sei die Stimmung «sehr gut»; es herrsche «eine gute Gesprächskultur». Ackermann versteht ihr Amt als Koordinations- und Serviceaufgabe für die Gesamtregierung.

Konkretes war der neuen Regierungspräsidentin, die sich alleine vor dem Medien-Pulk samt Mikrofonen und Kameras sichtlich unwohl fühlte, kaum zu entlocken.

Ich kann und möchte Ihnen keine Eier verkaufen, die noch nicht gelegt sind.
Autor: Elisabeth AckermannRegierungspräsidentin Basel-Stadt

Was sie unter «eigenen Akzenten» versteht, gab Ackermann nicht präziser preis. Sie versprach, häufiger in Bundesbern präsent zu sein und Basler Anliegen persönlich zu vertreten. Zu diversen offenen Baustellen im Präsidialdepartement war ebenfalls wenig zu erfahren. Konkret sagte sie zu den verschiedenen offenen Dossiers:

  • Fehlende Museumsstrategie: «Es gibt schon viele Grundlagen, aber es wurde noch keine Strategie geschrieben. Mein Ziel ist, die Strategie noch in diesem Jahr der Regierung vorzulegen. Ich kann und möchte Ihnen keine Eier verkaufen, die noch nicht gelegt sind.»
  • Vakanz Leiter Stadtentwicklung:«Eine allfällige Neuorganisation der Abteilung werde ich mit der neuen Leiterin oder dem neuen Leiter besprechen. Die Stelle ist nun ausgeschrieben. Es macht keinen Sinn, dass ich Änderungen vornehme, bevor die Stelle besetzt ist.»
  • Verhandlungen mit Baselland über Uni und Kultur: «Hier sind wir in Verhandlungen. Ich darf hierzu nichts sagen. Mein Ziel bleibt, dass der Kulturvertrag zwischen den beiden Basel nicht gekündigt wird.»

Elisabeth Ackermann

Die 1963 geborene Ackermann war vor Amtsantritt per Februar Musiklehrerin am Gymnasium Liestal gewesen. Nach dem Rückzug des FDP-Herausforderers Baschi Dürr war sie im November im zweiten Wahlgang glatt gewählt worden. Damals Grossrätin, hatte sie überraschend schon im ersten Wahlgang den Sprung in die Exekutive geschafft.

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