Entgegen dem Trend: Basler kaufen weiter viel im Ausland ein

Beim Einkaufstourismus zeichnet sich eine Trendwende ab: Schweizerinnen und Schweizer fahren für den Einkauf weniger häufig über die Grenze, wie die «Handelszeitung» schreibt. In der Region Basel zeigt aber ein etwas anderes Bild - zumindest im grossen Einkaufszentrum «Rheincenter» in Weil am Rhein.

Zwei Männer sitzen neben einem vollen Einkaufswagen.

Bildlegende: Basler nutzen die Einkaufsmöglichkeiten im grenznahen Ausland weiterhin rege. Keystone

Dem Leiter des Rheincenters in Weil am Rhein, Günther Merz, bereiten die Meldungen über die Trendwende in der Restschweiz keine Bauchschmerzen: «Wir können uns nicht beklagen, dass wir weniger Kunden aus der Schweiz hätten.»

Als Hauptgrund nennt Merz die relativ entspannte Verkehrssituation in der Region. Während in anderen Grenzregionen in der Schweiz - vor allem in Konstanz und Kreuzlingen - die Einkaufstouristen den Verkehr teilweise zum Erliegen bringen würden, sei die Situation hier verhältnismässig entspannt. Dazu trage auch das 8er Tram bei, sagt Merz.

Rekordjahr 2015

Trotzdem gäbe es auch Dämpfer. Die Spitzenzahlen des letzten Jahres würde das Rheincenter dieses Jahr nicht mehr erreichen. «Das war ein Ausnahmejahr», sagt Merz. Anfangs 2015 hob die Schweizer Nationalbank den Euro-Mindestkurs auf. Dies beflügelte den Einkaufstourismus und bescherte den Geschäften im grenznahen Ausland enorm hohe Umsätze.

Mittlerweile hat der Euro gegenüber dem Franken wieder zugelegt, weshalb sich diese Rekordumsätze nicht wiederholen liessen. Eine Trendwende spüre man im Rheincenter deswegen aber nicht, sagt Merz.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)