Baselbieter BDP unterstützt SVP-Kandidat Thomas Weber

Die Partei hat sich gegen den GLP-Kandidaten Gerhard Schafroth entschieden und damit gegen den Fraktionspartner GLP. Thomas Weber habe die BDP mehr überzeugt. Die Grünliberalen stellen sich auf einen Alleingang ein.

Zwei Plakate der beiden Kandidaten

Bildlegende: Thomas Weber hat die BDP mehr überzeugt als Gerhard Schafroth. srf

Der Entscheid sei deutlich ausgefallen, so BDP-Parteipräsidentin Marie-Therese Müller. Gerhard Schafroth und Thomas Weber stellten sich am Dienstagabend an der Mitgliederversammlung der Partei vor und beantworteten Fragen des Vorstandes und aus dem Publikum. «Herr Weber konnte herüber bringen, dass er ein Teamplayer und ein Generalist ist», sagt Marie-Therese Müller. Nach einer lebhafter Diskussion entschied die BDP, Thomas Weber für die Wahlen zu empfehlen.

« Opportunismus gehört zum Zeitgeist »

Die BDP sei aber weiterhin überzeugt, dass die Mittezusammenarbeit im Landrat Sinn mache und Erfolg bringe, schreibt die Partei in einer Medienmitteilung. Es gehe primär darum, dass die Baselbieter Regierung bürgerlich bleibe.

Mit dem Entscheid der BDP stehen die Grünliberalen und ihr Kandidat Gerhard Schafroth alleine da. Auch die anderen Mitte-Parteien CVP und EVP haben sich bereits gegen Schafroth entschieden. GLP-Präsident Hector Herzig sagt, ihn überrasche den Entscheid der BDP nicht: «Opportunismus gehört zum Zeitgeist. Man geht dort hin, wo man die grössen Chancen erwartet, erfolgreich zu sein.»

Eigener Weg der GLP

BDP und GLP bilden im Landrat eine gemeinsame Fraktion. Müller und Herzig gehen nicht davon aus, dass das Votum gegen Schafroth negative Auswirkungen hat auf die Zusammenarbeit in der Fraktion. Die GLP stellt sich jedoch auf einen Alleingang in Zukunft ein. «Im Moment gehe ich davon aus, dass der Weg der GLP ein eigenständiger sein wird.» Wie dieser Alleingang der Grünliberalen konkret aussieht, zeigt sich spätestens vor den nächsten Wahlen im 2015, wenn klar ist, was von der «starken Mitte» noch übrig geblieben ist.