Erster Baselbieter Passepartout-Jahrgang kommt in Sekundarschule

Seit vier Jahren lernen Baselbieter Primarschüler nach einem neuen Konzept Fremdsprachen. Diesen Sommer tritt der erste Passepartout-Jahrgang in die Sekundarschule über. Die Baselbieter Bildungsdirektorin Monica Gschwind, eine ursprüngliche Kritikerin, zieht jetzt ein positives Fazit zum Konzept.

lachende Frau mit rotem Jacket und zwei Schülerinnen

Bildlegende: Monica Gschwind besuchte am Montag eine Passepartout-Sekundarschulklasse. SRF/Sedrik Eichkorn

Monica Gschwind, die sich vor ihrer Zeit als Bildungsdirektorin kritisch zu Passepartout geäussert hat, zog am ersten Schultag eine positive Zwischenbilanz. Sie besuchte die erste Französisch-Lektion der neuen Sekundarschülerinnen und -schüler. «Die Schüler hatten sichtlich Freude, sich auf Französisch auszudrücken.» Gschwind glaube, dass man mit Passepartout auf dem richtigen Weg sei.

«Den eingeschlagenen Weg gehen wir jetzt konsequent weiter», sagte Gschwind vor versammelten Medien. Diese klaren Worte können auch als Botschaft in Richtung der Gegner von Passepartout verstanden werden. Das Komitee Starke Schule Baselland hat zwei Initiativen eingereicht, die verlangen, dass an Baselbieter Schulen nicht mehr nach dem Passepartout-Konzept unterrichtet wird. Monica Gschwind betont, sie möchte keine voreiligen Schlüsse ziehen, bevor 2021 der erste Evaluationsbericht vorliegt. Zudem sei es finanzpolitisch nicht zu verantworten, aus dem Passepartout-Modell auszusteigen.

Kleine Anpassungen

Weiter betonte Gschwind, dass die Lehrmittel weiterentwickelt worden seien. Es wurde zum Beispiel erkannt, dass der Grundwortschatz verbessert werden müsse. Dies sei nun schon in die Lehrmittel eingeflossen. Auch sollen die Lehrmittel besser strukturiert und die Grammatik darin gestärkt werden.