Fischerstube feiert 40 Jahre «Ueli Bier»

1974 kaufte der Röntgenarzt Hans Jakob Nidecker die Quartierbeiz Fischerstube. Das damaligen Bierkartell verlangte von ihm, das Frenkendörfer Anker-Bier auszuschenken, statt das lokale Warteckbier. So entschloss sich Hans Jakob Nidecker kurzerhand, sein eigenes Bier zu brauen.

Zwei Braumeister in der Brauerei vor einem Braukessel.

Bildlegende: Der aktuelle und der ehemalige Braumeister von der Fischerstube. Jürgen Pinke (links) und Anton Welti. SRF

Eine zentrale Figur für das Ueli Bier spielte Anton Welti. Er war der erste Braumeister in der Fischerstube. Eigentlich wollte er nur ein paar Monate dort bleiben. Er war gerade erst aus Ghana heimgekehrt und wollte eigentlich weiter nach Brasilien. Dann bekam er einen Anruf von Hans Jakob Nidecker und dieser fragte, ob er nicht für kurze Zeit in der Fischerstube brauen wolle. Anton Welti sagte spontan zu. «Aus dem kurzen Einspringen wurden 34 Jahre. Die Brauerei aufzubauen hatte einen besonderen Reiz» erzählt Anton Welti gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Immer wieder Neues ausprobieren

Hans Jakob Nidecker und Anton Welti mussten sich am Anfang etwas aneinander gewöhnen, die Temperamente waren unterschiedlich. Hier der besonnene Nidecker, dort der entscheidungsfreudige Welti: «Nach eineinhalb Jahren war das Vertrauen aber da und dann durfte ich frei schalten und walten. Das war grossartig», so Anton Welti.

Das Ueli Bier kam gut an bei der Basler Bevölkerung und die Brauerei ist heute in der Region gut etabliert. Die Experimentier-freudigkeit sei es, was das Ueli Bier besonders auszeichne, meint Braumeister Welti, besonders das Tut-anch-Ueli Bier sei ein grosser Erfolg gewesen. Dieses spezielle Bier, welches passend zur Tut-anch-amun-Ausstellung gebraut wurde, basierte auf einer 6000 Jahre alten, ägyptischen Rezeptur.