Frühlingswetter: Mehr Probleme mit Obdachlosen

Knapp 20 Grad zeigte das Thermometer am Freitag für die Region Basel an. Das Ende des kalten Winter ist besonders für Obdachlose eine Erleichterung: Sie verbringen die Nächte wieder vermehrt draussen. Das sorgt aber auch für Probleme.

Ein Obdachloser schläft auf einer Bank.

Bildlegende: Mit den steigenden Temperaturen übernachten Obdachlose wieder vermehrt draussen. (Symbolbild) Colourbox

Besonders auffällig war in den letzten Tagen ein Obdachloser in Bottmingen. Wie die «Basellandschaftliche Zeitung» schreibt, übernachte dort ein Mann bei den Tramhaltestellen und sorge für Probleme.

Diese Zwischenfälle bestätigt auch der Direktor der Baselland Transport (BLT): «Dass der Mann dort übernachtet ist eigentlich noch kein Problem. Aber er pöbelt auch Leute an. Er kann sehr laut und bedrohlich werden.» Die BLT hätten denn auch Reklamationen von ihren Fahrgästen bekommen.

Notschlafstelle im Sommer weniger gefragt

Nicht nur in Bottmingen verbringen wieder vermehrt Obdachlose ihre Nächte draussen. Nicole Wagner, Leiterin der Basler Sozialhilfe, beobachtet, dass im Winter deutlich mehr Leute in der Notschlafstelle übernachten als in den wärmeren Monaten. «Macht man den Umkehrschluss, muss man davon ausgehen, dass sich diese Leute mehr draussen bewegen. Demensprechend fallen sie wohl auch mehr auf», sagt Wagner. Oft handle es sich dabei aber nur um kleine Zwischenfälle.

In Bottmingen aber fühlen sich offenbar mehr Leute bedroht durch den Mann, der an Tramhaltstellen übernachtet. Seine Heimatgemeinde Oberwil habe ihm jetzt eine Übernachtungsmöglichkeit angeboten. Diese habe er abgelehnt, schreibt die «Basellandschaftliche Zeitung».