Für ein besseres Leben am Ende des Lebens

Die letzte Phase im Leben erfordert eine spezielle Betreuung, die so genannte Palliativpflege. Das Basler Altersheim Johanniter ist als erstes in der Region für ihre Palliativpflege zertifiziert worden. Die Schulung des Personals dauerte zwei Jahre und hat rund 200'000 Franken gekostet.

Frau im Rollstuhl

Bildlegende: Die richtige Pflege im Altersheim in den letzten Stunden des Lebens ist besonders wichtig. Keystone

Sterben gehört zum Leben, besonders zum Leben im Alters- und Pflegeheim. Im «Johanniter» stirbt fast jede Woche ein Mitbewohner, eine Mitbewohnerin. Heimleiter Urs Baudendistel sagt, dass gerade die letzte Lebensphase besonders sensibel sei: «Der Tod ist endgültig. Wenn jemand stirbt und es läuft etwas schief in der Pflege, dann kann man es nicht mehr gut machen.»

Die Zertifizierung des Alters-und Pflegeheim Johanniter, die auch eine umfassende Schulung des Personals erforderte, bedeutet Urs Baudendistel und dem gesamten Personal viel. «Wir können uns nun offiziell sicher sein, dass wir das, was wir tun, gut machen», so Iris Bütler, Leiterin Betreuung und Pflege.

Palliativpflege oder Sterbehilfe?

Das «Johanniter» legt seine Schwerpunkte mit der Zertifizierung noch deutlicher auf den palliativen Weg. Aber auch im Johanniter hätten die Bewohner und Bewohnerinnen die Möglichkeit, aktive Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Die Sterbehilfeorganisation Exit habe Zugang zum Altersheim, so Urs Baudendistel, diese Möglichkeit sei bisher im Johanniter aber noch nie in Anspruch genommen worden.

(Regionaljournal Basel 17:30 Uhr)