Günstigen Wohnraum finden: Immobilien Basel steht vor Problemen

Das neue Wohnfördergesetz soll einen Pool von Wohnungen einführen, mit günstigen Mietzinsen für Leute am Rande der Gesellschaft. Davon profitieren würden vor allem Soziahilfe-Empfänger. Die Leiterin der Basler Sozialhilfe, Nicole Wagner, sieht aber grosse Schwierigkeiten beim Finden der Wohnungen.

Blick von oben auf das Grossbasel und das Bruderholz-Quartier

Bildlegende: Blick auf Gross-Basel und Bruderholz Keystone

Das neue Wohnfördergesetz gilt seit 1. Juli. Es sieht vor, dass Immobilien Basel-Stadt einen Pool mit zahlbaren Wohnungen erwirtschaftet. Zugang dazu hätten vor allem Sozialhilfe-Empfänger. Denn sie finden kaum mehr ein Dach über dem Kopf. Nicole Wagner, Leiterin der Basler Sozialhilfe, weiss aber noch nicht, wo diese Wohnungen gefunden werden sollen.

Markt von zahlbaren Häusern ist ausgetrocknet

In der Stadt-Basel finden sich kaum Objekte, die für Immobilien Basel-Stadt geeignet sind, sagt Nicole Wagner. Sie geht nicht davon aus, dass sich die Situation auf natürliche Weise entschärfen wird. Der zahlbare Wohnraum nehme kontinuierlich ab, sagt sie.

Dass die rotgrüne Basler Regierung zusieht wie die Leerstandsquote sinkt und sinkt, treibt den IG-Wohnen Präsidenten Peter Weishaupt auf die Palme. Er fordert Massnahmen. Und denkt dabei an vernünftige Containersiedlungen, wie man sie im Ausland kennt. Man müsse anfangen in anderen Dimensionen zu denken, sagt er. Sonst passiere nichts. Der Arbeitsaufwand von seinen Mitarbeiterinnen für Bedürftige eine Wohnung zu finden, habe sich in den letzten beiden Jahren verdreifacht. Immer mehr kämen auch ältere Leute, die den Mietzins nicht mehr zahlen können. Auch mit viel Vitamin B können er und sein Team immer weniger Menschen unter bringen. In seinen Worten ist viel Frustration spürbar.