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Basel Baselland Guy Morin rechtfertigt Polizeieinsatz beim Wagenplatz

Bei der Räumung des Wagenplatzes sei die «Polizei professionell und verhältnismässig» vorgegangen, sagt der Basler Regierungspräsident Guy Morin. Von den Wagenleuten sei er enttäuscht.

Legende: Video Nach der Räumung abspielen. Laufzeit 2:42 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 04.06.2014.

2500 Quadratmeter habe die Regierung den Wagenleuten zugestanden, und dies, nachdem diese zuerst lediglich 1500 Quadratmeter gefordert hätten. «Die Regierung war grosszügig», folgert Guy Morin und zeigt sich über die Wagenleute enttäuscht. Sie hätten sich stets mehr ausgebreitet und so habe die Regierung den Platz «räumen müssen».

Bei einer allfälligen nächsten Besetzung will Morin anders vorgehen. «Wir hätten den Wagenleuten vielleicht gleich zu Beginn der Besetzung sagen müssen, dass sie 2500 Quadratmeter bekommen und nicht mehr», zeigt sich Morin leicht selbstkritisch.

Einsatz auch für experimentelles Wohnen

Freiraum sei wichtig, sagt Morin auch nach der Teilräumung des Wagenplatzes vom Dienstag. Er selbst habe sich stets für Zwischennutzungen, Freiräume und experimentelles Wohnen eingesetzt. «Aber dies muss auch begrenzt werden können, eben auf 2500 Quadratmeter.» Der Zaun, den man nun um den geduldeten Teil des Wagenplatzes montiert habe, könne möglicherweise dereinst begrünt werden oder ganz verschwinden.

Den Polizeieinsatz rechtfertigt Morin. Die «Polizei» sei professionell vorgegangen und der Einsatz «verhältnismässig» gewesen.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Patrick Vögelin, Basel
    Immer diese selbe ausrede der Polizei wenn sie ein Grundrecht verletzen und auch der Regierung muss man einen Vorwurf machen hätte sie das Angebot für einen Mietvertrag der Wagenleuten zugestimmt wäre das nie passiert. Ich frage mich wieso die Basta kein Votum geben durfte .
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  • Kommentar von Jane Wolff, Basel
    went to look at the current state of the Wagenplatz and it is a disgrace. Immobilien Basel has forcedall the waggons into a corner, triangular in shape and far too small with a tiny exit onto the Uferstrasse and a ridiculous wire fence - have they been taking lessons in ghetto building? If the intention is to make Basel a laughing stock for the international visitors coming next week to the Art Basel they have definitely chosen the right method. The small-mindedness of the town on full display!
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  • Kommentar von Von Basel, Basel
    Irgendwie echt schade, habe mit der Grundidee der Wagenleute immer sympathisiert. Allerdings erstaunt mich deren Strategie, ihre Ansprüche zu rechtfertigen und dass sie sogar einen Guy Morin zu Recht gegen sich aufbringen konnten. Schlimm finde ich, dass die Wagenleute jenen Recht geben, die im Grundsatz konservativ eingestellt sind und auch nicht akzeptieren können, dass die von ihnen angestrebte Lebensweise nicht jedem passen muss. Demokratie anarchal. Wagenleute für mich Deppen.
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