Hoffnung für Open-Air-Kino auf dem Basler Münsterplatz

Das Kino auf dem Münsterplatz bekommt 100'000 Franken aus dem Swisslos-Fonds. Damit ist die Veranstaltung zwar noch nicht gerettet, sie ist der Rettung aber ein Stück näher gekommen.

Münsterplatz in Basel. Man sieht eine grosse, weisse Leinwand und viele Stühle, die in Reihen vor der leinwand aufgestellt sind.

Bildlegende: Eigentlich wurde das Open-Air-Kino auf dem Münsterplatz abgesagt. Nun besteht aber wieder Hoffnung. Keystone

Es sei eines der schönsten Kinos überhaupt, sagen viele Fans des Basler Open-Air-Kinos: Auf dem Münsterplatz, umgeben von schönen Bauten, einem grossen Brunnen und vielen Bäumen konnte man während vieler Jahre im Sommer unter freiem Himmel Filme geniessen. Letztes Jahr dann die Hiobsbotschaft: Der Hauptsonsor steigt aus, das Open-Air-Kino kann nicht mehr stattfinden.

Neues Geld und neue Ausrichtung

Jetzt bekommen die Veranstalter 100'000 Franken aus dem Swisslos-Fonds. Ein Entscheid, der auch Fragezeichen aufwirft: Noch letztes Jahr hiess es, das Kino könne nicht unterstützt werden. Begründung: Es handle sich nicht um eine gemeinnützige und wohltätige Veranstaltung.

Dass der Kanton dieses Jahr trotzdem zugestimmt hat, habe mit den zusätzlichen Projekten zu tun, die das Open-Air-Kino durchführen möchte, sagt Andreas Knuchel, Mediensprecher vom Justiz- und Sicherheitsdepartement. Geplant ist unter anderem eine sogenannte «Open-Air-Cinema-Academy», wo junge Leute Einblick hinter die Kulissen der Veranstaltung bekommen sollen.

Ausserdem soll es eine engere Zusammenarbeit mit der Basler Filmszene geben. Hierzu sagt Daniel Frischknecht vom Veranstalter «Cinerent»: «Wir möchten Basler Regisseuren und Schauspielern eine grössere Plattform geben. Zum Beispiel in Form einer Filmreihe oder eines Themenabends.»

Verhandlungen mit Sponsoren laufen noch

Trotz der finanziellen Unterstützung des Kantons sei das Open-Air-Kino aber noch nicht gerettet: «Wir sind immer noch in Verhandlungen mit möglichen Sponsoren», sagt Daniel Frischknecht. Davon hängt es nun ab, ob das gesamte Geld für die Veranstaltung zusammenkommt. «Ich rechne damit, dass wir im Januar informieren können, ob das Kino stattfindet oder nicht», so Frischknecht weiter.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)