Hundert Anrufe bei der Basler Polizei wegen Patrouille Suisse

Am Samstagabend flogen sechs Düsenjets über Basel, um die Derniere des Basel Tattoo zu krönen. Das Publikum jubelte den Militärflugzeugen zu. Bei der Polizei gingen jedoch viele Anrufe von besorgten Anwohnern ein, und linke Politikerinnen kritisieren den Überflug als unnötig.

Die Patrouille Suisse auf ihrem Flug übers Basel Tattoo.

Bildlegende: Militärflugzeuge am Basler Nachthimmel: Die Patrouille Suisse auf ihrem Flug übers Basel Tattoo. Keystone

«Ich musste an die Steuergelder denken, die mit dem Überflug der Patrouille Suisse verschwendet werden», beschreibt die Basler SP-Grossrätin Sarah Wyss, die im Kleinbasel lebt, ihre Gefühlslage. Sie habe sich am Samstagabend gefühlt wie im Krieg und sich an dem Überflug gestört. In sozialen Netzwerken im Internet kritisieren auch andere linke Basler Politikerinnen den Auftritt der Patrouille Suisse.

Ähnlich wie ihnen ging es rund 100 besorgten Baslerinnen und Baslern, die bei der Polizei anriefen. «Einige machten ihrem Ärger Luft, andere waren besorgt und wollten wissen, was passiert sei», so Andreas Knuchel, Sprecher der Basler Polizei.

Kein Verständnis für die Aufregung rund um den Überflug hat André Auderset, LDP-Grossrat. Er selbst hat die Derniere des Tattoo besucht und fand die Düsenjets «eine grossartige Sache.» Tausende von Menschen hätten sich über die Patrouille Suisse gefreut und dass sich ein paar hundert nun darüber aufregen, sei in Kauf zu nehmen: «Jänu, was sölls!», so Auderset.