Cannabis-Abgabe In Basel gibts genügend Kiffer für eine Studie

Die Projekte für einen regulierten Cannabisverkauf in Basel, Bern, Genf und Zürich schreiten voran. Basel legt die Eckwerte für sein Pilotprojekt fest und in Bern hat die Kantonale Ethikkommission am Freitag grünes Licht gegeben.

Hand mit vielen getrockneten Cannabisblüten drin.

Bildlegende: Kiffer sollen bei der kontrollierten Abgabe legal Cannabis in ausgewählten Apotheken beziehen können. Keystone

Beim dreijährigen Cannabis-Versuch in den Städten Basel, Bern, Genf und Zürich sollen 150 Erwachsene aus Basel-Stadt mitmachen können. Es handelt sich um Erwachsene, die aus gesundheitlichen Gründen regelmässig Cannabis konsumieren, um subjektive Beschwerden zu lindern, teilte das Basler Gesundheitsdepartement mit.

Projektstart Herbst 2018

Hauptziel des Projektes ist herauszufinden, ob das Angebot des legalen Cannabisverkaufs in ausgewählten Apotheken genutzt wird und wie sich dieser legale Kauf auf das Konsumverhalten auswirkt. Starten soll das Pilotprojekt voraussichtlich im Herbst 2018.

Gemäss einer am Freitag publizierten Umfrage der vier Pilot-Kantone und -Städte dürften sich Freiwillige für die Projekte finden lassen. Rund die Hälfte der 3700 Teilnehmer einer Online-Umfrage zeigten sich bereit, Restriktionen bei einem regulierten Cannabiserwerb in Kauf zu nehmen. Sie würden «grundsätzliche Rahmenbedingungen akzeptieren».

Pläne für Cannabis-Pilotversuche gibt es in Genf, Basel, Bern und Zürich. Am weitesten fortgeschritten sind die Pläne in Bern. Da hat die Kantonale Ethikkommission am Freitag bereits grünes Licht gegeben.