«InTeam»: Jugendliche klären Jugendliche über heikle Fragen auf

Sexting, Cybermobbing oder sexuelle Krankheiten, über so heikle Themen sprechen Jugendliche am liebsten mit ihresgleichen. In Basel bietet das Programm «InTeam» genau dafür die nötige Plattform, und beschäftigt dabei noch arbeitslose Jugendliche.

Jugendliche sitzen in einer Reihe und jeder schaut auf sein Handy.

Bildlegende: Der Umgang mit neuen Medien will gelernt sein. Keystone

Jeden Vormittag sucht eine neue Schulklasse die Räumlichkeiten des Programms «InTeam» an der Dornacherstrasse in Basel auf. Dort werden die Schülerinnen und Schüler von anderen Jugendlichen in Empfang genommen. Erwachsene bleiben für einmal aussen vor.

Während bis zu drei Stunden erfahren die Schülerinnen und Schüler spielerisch und in Diskussionsrunden, was Sexting ist, wie man sich davor und auch vor Cybermobbing schützt. Geleitet wird die Runde von Jugendlichen, die vielleicht zwei bis drei Jahre älter sind.

Damit schlägt das Programm «InTeam» gleich mehrere Fliegen auf einen Schlag. Die Schulklassen werden von ihresgleichen über heikle Themen aufgeklärt. Sie erfahren, dass bei Sexting sich Mädchen freizügig freiwillig oder auch unter Druck selber fotografieren und die Bilder meistens an Schulkollegen senden und oft dabei zu weiteren Aufnahmen erpresst werden. Sie erfahren, dass das Herumreichen von solchen Bildern und Erpressung strafbar sind. Von den fast Gleichaltrigen nehmen die Schülerinnen und Schüler die Themen offener an, sprechen auch offen über ihre eigenen Erfahrungen.

Die Jugendlichen, welche die Kurse leiten, sind selber arbeitslos und auf der Suche nach einer Lehrstelle. Bei «InTeam» erhalten sie einen geregelten Alltag. Sie schreiben Bewerbungen und werden dabei fachmännisch unterstützt. Daneben bereiten Sie ihre Kurse selber vor und stehen dann selber vor der Klasse. Dabei nehmen sie viele wertvolle Erfahrungen mit für ihre Zukunft. Dies bestätigen gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF die Jugendlichen selber, wie auch Romina Miani, Sozialarbeiterin bei «InTeam».

Getragen wird das Programm «InTeam» vom Kantonalen Amt für Wirtschaft und Arbeit und teilweise auch vom Bund.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)