Isaac Reber dämpft die Erwartungen von Basel-Stadt

Die Probleme zwischen den beiden Basel hätten sich nach der gescheiterten Fusionsabstimmung teilweise sogar akzentuiert, sagte der Baselbieter Regierungspräsident Isaac Reber am Donnerstag vor dem Parlament. Mit mehr Geld aus dem Baselbiet könne die Stadt derzeit kaum rechnen.

Isaac Reber zwischen seinen Regierungskollegen.

Bildlegende: Der Baselbieter Regierungspräsident Isaac Reber. Keystone

Keine Woche nach dem Baselbieter «Nein» zu einer Fusion mit dem Stadtkanton gab sich der Baselbieter Regierungspräsident Isaac Reber im Landrat am Donnerstag zurückhaltend. Zum Thema Zusammenarbeit sagte er im Landrat, die Probleme zwischen den beiden Basel seien mit der Abstimmung nicht verflogen. Sie hätten sich im Gegenteil zum Teil sogar verstärkt. «Ich nenne als Stichwort das Geld», sagte Reber und spielte dabei auch auf das Theater Basel an.

Nicht alles ist möglich

Hintergrund ist die jüngste Aussage von Basels Regierungspräsident Guy Morin, der Landkanton müsse sich finanziell stärker beim Theater Basel beteiligen. Andernfalls könne die Weiterführung des Balletts nicht mehr gesichert werden, so Guy Morin am Abstimmungsabend im «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. Im Landrat erklärte nun am Donnerstag der Baselbieter Regierungspräsident Isaac Reber: «Wir können nicht alles und auch dort, wo wir können, ist nicht alles gleichzeitig möglich.» Baselland müsse Prioritäten setzen und das bedeute, dass Basel-Stadt derzeit nicht mit mehr Geld aus dem Landkanton rechnen könne.

«Kein Grund zur Hektik»

Die weitere Zusammenarbeit solle zwar intensiviert werden, meinte Isaac Reber weiter, man müsse aber auf Augenhöhe verhandeln und es bestehe kein Grund zur Hektik. Reber nimmt damit das Hauptargument von SVP-Präsident Oskar Kämpfer auf, der seit dem Abstimmungssieg die «Augenhöhe» der Verhandlungen thematisiert.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)